Montag, 26. April 2010

Nach verheerendem Erdbeben in China:
Mehr als 8.000 Mönche sind ohne Obdach

  • Erdstoß der Stärke 6,9: Rund 90 Klöster beschädigt
  • Geistliche müssen bis Ende 2010 in Zelten ausharren

Seit dem schweren Erdbeben vor knapp zwei Wochen sind im Nordwesten Chinas mehr als 8.000 Mönche ohne Obdach. Durch den Erdstoß der Stärke 6,9 seien rund 90 Klöster beschädigt worden, berichtete die staatliche Zeitung "China Daily".

Nach Angaben der Behörden der Provinz Qinghai sollen die Wohnbereiche der Klöster bis zum Jahresende wieder bewohnbar sein. Bis dahin müssen die Mönche weiter in Zelten ausharren. In den kommenden zwei bis drei Jahren sollten die Glaubenseinrichtungen auch Wasser-, Strom- und Internetanschlüsse erhalten, kündigte ein Behördenvertreter an.

Mehr als 2.200 Todesopfer
Allein im vom Beben betroffenen Bezirk Yushu im tibetischen Hochland sind in Hunderten Klöstern mehr als 23.000 Mönche und Lamas, sogenannte Lehrer im tibetischen Buddhismus, zu Hause. Sie hatten nach dem Beben eine Schlüsselrolle bei den Such- und Rettungsarbeiten übernommen: Die Geistlichen gruben nach Überlebenden, verteilten Essenslieferungen und äscherten Hunderte Leichen ein, um Seuchen zu verhindern. Bei dem schweren Beben in der vor allem von ethnischen Tibetern bewohnten Region kamen dem Bericht zufolge 84 Mönche ums Leben, mehr als 100 wurden verletzt. Insgesamt starben mehr als 2.200 Menschen.

(apa/red)

26.4.2010 14:46
derpradler, 26. 04. '10 12:21
Es gibt Schlimmeres
Auf der ganzen Welt werden die Armen immer ärmer. Bei Katastrophen trifft es immer die Ärmsten und sollen wir uns wegen ein paar Mönchen den Kopf zerbrechen......
Wien_1190, 29. 04. '10 08:08
Re: Es gibt Schlimmeres
Was ich weiß trainieren die (mönche) doch eh auf solche situationen, sodass sie mit nichts leben können, die werden das schon schaffen ;)
keinauto, 26. 04. '10 11:26
Mönche.....
Ist ja hochinterressant!!!!
keinauto, 26. 04. '10 11:26
Re: Mönche.....
ist ja hochinteressant!!!