Montag, 26. April 2010

"Man soll kein schlechter Verlierer sein":
SPÖ kontert Mobilisierungsvorwürfe der ÖVP

  • Faymann-Kritik an ÖVP-Aufrufen zum Weißwählen
  • Pröll zeigt sich zu einer Wahlreform gesprächsbereit

Die extrem niedrige Wahlbeteiligung bei der Bundespräsidentenwahl hat innerhalb der Regierung zu gegenseitigen Schuldzuweisungen geführt. Nachdem sich Bundeskanzler Faymann am Wahlabend "enttäuscht" vom Koalitionspartner zeigte, weil dieser Amtsinhaber Fischer nicht unterstützt hatte, spielte ÖVP-Chef Pröll den Ball an die SPÖ zurück. Er warf den Sozialdemokraten vor, die Basis nicht mobilisieren zu können. Konter vom Bundeskanzler: "Man soll kein schlechter Verlierer sein".

Pröll meinte im Ö1-Morgenjournal, dass es der SPÖ nicht gelungen sei, ihre Basis für die Wiederwahl von Fischer ausreichend zu mobilisieren. Das zeige sich auch darin, dass die Wahlbeteiligung höher gewesen sei, je stärker eine Region ÖVP-dominiert sei. Fischer habe aber nur 150.000 Stimmen mehr einfahren können als beim letzten Mal. Für Pröll "überraschend", weil Fischer noch dazu von der Grünen unterstützt wurde. Daher müsse sich die SPÖ fragten, "wo die Mobilisierungskraft liegt". Außerdem habe Fischer nichts außer "Mut und Werte" plakatiert, "kein einziges Thema für Österreich". Da sei es nicht verwunderlich, dass die Wähler sagen: "Liebe Freunde, das ist zu wenig."

Die Pröll-Aussagen ließ wiederum Faymann nicht auf sich sitzen. Er kritisierte erneut die Aussagen einiger ÖVP-Politiker, die zum Weißwählen aufgerufen haben. "Wählen heißt, eine Entscheidung zu treffen", betonte er. Und weiß zu wählen erfülle dieses Kriterium nicht. Es sei Aufgabe der gesamten Regierung, die Wähler auf ihr Wahlrecht hinzuweisen." Die Kritik, wonach die SPÖ bei der Wahl zu wenig mobilisiert habe, wies er ebenfalls zurück. "Man sollte jetzt kein schlechter Verlierer sein", sagte Faymann.

Zu den Überlegungen, die Amtszeit des Bundespräsidenten auf eine Periode zu beschränken, wollte sich der Bundeskanzler nicht festlegen. Dies sei Aufgabe der Parlamentarier, da wolle er nicht vorgreifen. Pröll hingegen zeigte sich bereit, über die Abschaffung der Wiederwahl-Möglichkeit des Bundespräsidenten zu reden. Allerdings sei Amtsinhaber Fischer am Zug, der dazu ja einen Vorschlag gemacht habe. (apa/red)

26.4.2010 19:27
brabus, 27. 04. '10 12:57
BP Wahl und Diskussion der Parteien ...
.. kann in einem Wort zusammengefasst werden: KASPERLTHEATER.
alpilili, 27. 04. '10 00:25
Wieso macht sich der Herr Faymann so wichtig?
Die ÖVP hat nicht verloren, weil sie mit keinem Kandidaten angetreten ist und die SPÖ hat nicht gewonnen, weil UHBP ein Überparteilicher ist.
Vasant, 27. 04. '10 11:25
Re: Wieso macht sich der Herr Faymann so wichtig?
Die bessere Frage ist ... was macht ein Faymann in der
Politik? Hab den Sinn noch nicht ganz verstanden;)
War-Lord, 26. 04. '10 21:39
An die Adresse vom Pröll Sepp
Sepp, warum hast du nicht aktiv für den Fischer Heinz geworben?? Ehrlich, manch ein SPÖ-Wähler ist sichtlich enttäuscht von dir, weil du dich neutral verhalten hast!! Und Sepp warum hast du keinen eigenen Gegenkandidaten ins Rennen geschickt, und auch einen Wahlzirkus für tausende Euros veranstaltet wie zB die FPÖ?? Sepp, ich hoffe du bleibst der österreichischen Regierung noch lange erhalten, weil für mich bist und bleibst du einer der weningen klugen Köpfe von denen ein Viktor Klima einst geträumt hat... den einzigen Vorwurf den ich dir vielleicht machen kann ist, dass du leider bei der falschen Partei bist...*grins!! Die ÖVP kann stolz sein einen Mann wie dich an ihrer Spitze zu haben - der Entscheidungen für Österreich trifft und nicht nur für eine ÖVP!! Danke Sepp!!
Sensor, 26. 04. '10 22:09
Re: An die Adresse vom Pröll Sepp
Die Nachwahlspielchen, wer z.B. jetzt Schuld ist an der niedrigen Wahlbeteiligung mögen für Partei-Apparsatschiks unterhaltsam sein, die Bevölkerung hat andere, wichtigere Anliegen.
Die ÖVP hätte meiner Ansicht nach einen sehr guten Kandidaten gehabt, nämlich neben Erwin Pröll auch den exzellenten Franz Fischler. Schade, dass keiner von beiden aufgestellt wurde.
Was die Qualifikation der Regierungsspitze anlangt, halte ich Pröll für ebenso unfähig, wie Faymann. Pröll hatt uns immer etwas vorgemacht (wir sind Spitze beim Klima-Ziel- erreichen, solange er FM ist gibt es keine Steuererhöhung etc. etc.) Beide sind Wichtigtuer, die nichts zustande bringen. Beide haben für Ihren Job nicht das Passende gelernt. Besonders ein FM sollte vom Bankwesen und von Volkswirtschaft viel verstehen.
Vasant, 26. 04. '10 23:21
Re: An die Adresse vom Pröll Sepp
Wahrscheinlich war der Putin schuld, weil der ja in Wien
war und die Judo Meisterschaft angesehen hat;) Die SPÖ
wird schon noch ein paar Gründe für die eigene Unfähigkeit
finden um diese den anderen in die Schuhe zu schieben;)
Sensor, 27. 04. '10 22:29
Re: An die Adresse vom Pröll Sepp
Zu War-Lord, 26.04. 21:50

Faymann und Pröll hätten ihre Sache bisher ganz gut gemacht? Reine Rückvergoldung!! Beschwindelt haben sie uns. Hat nicht der eingebildete Wichtigtuer Pröll immer davon gesprochen, was wir nicht für Vorzeige-Klimaschützer sind? An letzter oder vorletzter Stelle sind wir, hat sich herausgestellt.
Hat Pröll nicht monatelang verkündet, dass es unter seiner Ministerschaft keine Steuererhöhungen gibt?
Faymann bleis in das selbe Horn. Schlussfolgerung: Die beiden haben ihre Sache schlecht gemacht und sind für Ihren Job fachlich ungeeignet und sind total unglaubwürdig.
Man soll den Ton beim Fernseher abdrehen wenn einer der beiden, oder natürlich auch andere wie Strache und Konsorten, Darabos, Kopf etc. den Mund aufmachen.
Vasant, 26. 04. '10 19:58
Ich frag mich echt ... wie dumm ist Faymann wirklich?
Eigentlich glaubte ich, dass er seine Grenzen bereits
erreicht hat, aber nach den Aussagen greife ich mir
echt nur mehr am Kopf!!!

Will der jetzt echt der ÖVP eine Art "Schuld" andichten,
weil die SPÖ beim Volk nicht beliebt ist? Wenn angeblich
Hr. Fischer UNABHÄNGIG war/ ist, dann frag ich mich ja
schon, warum die Kasperlpartei SPÖ samt Faymann nun
so ein Theater wegen der ÖVP macht?

Es ist doch nicht die Aufgabe einer ÖVP, die rein ein
Koalitionspartner ist, den Herrn Fischer zu "bewerben"!

Faymann sagt ... man sollte kein schlechter Verlierer
sein und dann zieht er so ein Theater ab? Der sollte
mal überlegen was er da stammelt bzw. die eigenen
Ratschläge mal selbst befolgen bzw. überhaupt
endlich abtanzen und das Amt frei machen!!!


Meine Meinung dazu!
War-Lord, 26. 04. '10 21:50
Re: Ich frag mich echt ... wie dumm ist Faymann wirklich?
aha... abtanzen und das Amt freimachen?? Hmm... für wen?? Also ich finde dass Faymann/Pröll ihre Arbeit bisher ganz gut gemacht haben - auch wenn manch einer das nicht wahrhaben möchte. Aber vielleicht hätt ja gern einer die Konstellation Rosenkranz Babsl und den die Petrovic? Denk aber dass die das Geschäft auch nicht besser machen könnten... also für sinnvolle Vorschläge habe ich immer ein offenes Ohr!!
mr.sauer, 26. 04. '10 22:11
Re: Ich frag mich echt ... wie dumm ist Faymann wirklich?
Im anderen Forum von mir soeben kritisiert muss ich Ihnen zu diesem Statement 100% recht geben
mr.sauer, 26. 04. '10 22:11
Re: Ich frag mich echt ... wie dumm ist Faymann wirklich?
bezieht sich auf Vasant
Vasant, 26. 04. '10 23:19
an War-Lord
Stimmt ... Faymann macht seine Arbeit gut ... verlieren,
keine Konsequenzen für Niederlagen tragen, 80 Millionen
Euro Steuergelder für Neuwahlen, der ÖVP die besseren
Ämter überlassen, kein Durchsetzungsvermögen in der
eigenen Partei bzw. bei der ÖVP schon gar nicht und
täglich grinsen ... hab ich was vergessen? Wer das als
"gute Arbeit" bezeichnet der glaubt wahrscheinlich auch,
dass AMS der beste Arbeitgeber in Wien ist;)

Keine Ahnung wie du jetzt auf die Rosenkranz bzw.
Petrovic kommst, aber ich glaub mehr Fehler würden
die auch ned machen können als der Faymann;)
War-Lord, 27. 04. '10 08:02
@Vasant
Warum ich auf diese beiden Namen komme...naja, weil SPÖ und ÖVP ja jetzt regieren und vielleicht würden ja einige gernen die Grünen und die FPÖ in der Regierung sehen?? Aber wenn ihr doch lieber ÖVP-SPÖ habt, dann frage ich mich was ihr gegen Pröll und Faymann habts, die sind doch mehrheitlich von ihren eigenen Parteien an die Spitze gewählt worden - demnach steht die Mehrheit der Delegierten der ÖVP aber auch jene der SPÖ zu ihren Kandidaten Pröll bzw. Faymann. Und wenn gewisse Herrschaften lieber wen anderen an der Spitze der SPÖ sehen, dann müsst ihr halt intern Neuwahlen machen und jemand anderem in der SPÖ das Ruder in die Hand geben, wie es oben jemand so schön formuliert hat. Wie wär s dann mit bekannten Namen wie Klima oder Gusenbauer??