"Soho in Ottakring" pfeift auf Rassismus:
Künstlerische Auseinandersetzung damit
- Thema wegen Wahlen im Oktober ausgesucht
- Kunstfestival vom 8. - 22. Mai im Wr. Brunnenviertel
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Früchte als Haustiere
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und Diagonale-Programm
"Kick the habit - Pfeif drauf! Ventil Rassismus" lautet das Motto des heuer bereits zum 12. Mal stattfindenden Kulturfestivals "Soho in Ottakring" im Wiener Brunnenviertel.
Von 8. bis 22. Mai widmen sich zahlreiche Kunstprojekten und Ausstellungen einer laut Initiatorin Ula Schneider "weit verbreiteten schlechten Angewohnheit": Dem Denken in rassistischen Schemen. "Es ist ein schwieriges Thema, aber in Hinblick auf die Wahlen im Oktober haben wir uns entschlossen, es aufzugreifen", erklärte sie bei einem Pressegespräch.
"Rassismus nicht als Ventil verwenden"
"Wir fanden es wichtig, dass nicht gewissen Parteien das Podium überlassen wird", betonte Schneider. Im Rahmen des Festivals solle gezeigt werden, dass Rassismus nicht als Ventil für andere Themen verwendet werden kann. Unter anderem werde der Frage nachgegangen, wie es dazu kommen konnte, dass rassistische Politik immer öfter als Lösungsmittel für ökonomische und soziale Probleme akzeptiert wird.
Ab 8. Mai
Der Startschuss für "Soho in Ottakring" fällt am 8. Mai um 17.00 Uhr am Yppenplatz. Den musikalischen Beitrag zur Festivaleröffnung wird die Wiener Festwochen-Programmschiene "Into the City" - unter anderem mit "Skarabäus", einer türkisch-deutschen Ska-Band aus Berlin - bestreiten. Danach wird das Brunnenviertel bis 16. Mai Schauplatz zahlreicher Kulturprojekte, die von Ausstellungen und Installationen über Performances, Workshops bis hin zu Foto-und Kochkunst reichen.
Auseinandersetzung mit Thema Rassismus
Eines der Highlights ist das "Informal Research Lab", ein Projekt der US-Künstlerin Maura Jasper, des Briten Josh Tompson und des in Wien lebenden Künstlers Stephen Mathewson. In einem offenen Laboratorium wird sich ein internationales Künstlerteam durch mitgebrachtes und vor Ort gesammeltes Material zu Rassismus arbeiten, es sichten, ordnen und besprechen. Während des Festivalzeitraums soll - für die Besucher mitverfolgbar - eine künstlerische Reaktion auf die Erkenntnisse entstehen.
Promis als Marktstandler
Das Stadtviertel im 16. Bezirk pulsiert aber nicht nur während des "Soho"-Festivals: Die Umbauarbeiten des Brunnenmarktes und des Yppenplatzes gehen in die Zielgerade und werden in den nächsten Wochen abgeschlossen. Aus diesem Grund lädt die Bezirksvorstehung am 29. Juni zum Fest "Der Markt tanzt". Auf dem Programm stehen Musikgruppen und Grätzelführungen, zudem werden Promis als Marktstandler fungieren.
Arbeitslose in den Markt eingebunden
Auch neue Initiativen und Betriebe haben sich im Viertel angesiedelt, darunter der "Caritas market_platz". Im Rahmen diese Projekts werden Langzeitarbeitslose in das Marktgeschehen eingebunden. Sie bieten ihre Leistungen Geschäftsbetreibern und Anrainern an, so zum Beispiel Hilfsdienste und Reparaturarbeiten.
(apa/red)

