TV-Runde drei geht an die Konservativen:
Laut Umfragen ist Cameron der Gewinner
- Britenwahl: Wirtschaft dominiert die letzte Debatte
- Brown-Fettnäpfchen: "Ich mache nicht alles richtig"
·Fettnäpfchenalarm bei britischem Premier
Verbale Entgleisung - Hatte Mikro noch bei sich
·Homophoben-Sager erschüttert die Tories
Britische Konservative schließen Kandidaten aus
·Ein knappes Rennen
mit gleich 3 Elefanten
Harte TV-Debatte im
britischen Wahlkampf
·Liberaldemokrat gewinnt TV-Debatte
England: Clegg deutlich vor Cameron und Brown
·Spannung kehrt nach Großbritannien zurück
Vor den Wahlen: Labour holt überraschend auf

Die Spitzenkandidaten der drei größten britischen Parteien haben sich am Donnerstagabend der dritten und letzten TV-Debatte im Parlamentswahlkampf gestellt. Erste Umfragen sahen danach Konservativen-Chef Cameron mit 35 bzw. 41 Prozent als Gewinner der TV-Konfrontation, gefolgt von Nick Clegg von den Liberaldemokraten mit 33 bzw. 32 Prozent und dem Labour-Vorsitzenden Brown mit 26 bzw. 25 Prozent.
Hauptthema der Debatte war die Wirtschaft. Premierminister Brown forderte die Wähler auf, ihn nach seinen Leistungen in der Wirtschaftspolitik zu beurteilen. "Dieser Job stellt hohe Ansprüche und Sie haben gestern gesehen, dass ich nicht alles richtig mache", sagte er zu Beginn der letzten TV-Debatte in Anspielung auf seinen Ausrutscher vom Vortag, wo er eine Labour-Wählerin als "verbohrt" bezeichnet hatte.
"Aber ich weiß, wie die Wirtschaft geführt werden muss, in guten und in schlechten Zeiten", sagte Brown. Seinem Rivalen von den oppositionellen Tories, David Cameron, warf Brown vor, mit seinen drastischen Sparplänen zur Bekämpfung des Rekorddefizits die Erholung des Landes aufs Spiel zu setzen.
Cameron warf Brown seinerseits vor, die britische Wirtschaft zu abhängig vom Finanzsektor gemacht zu haben. Der Vorsitzende der Konservativen versprach, er werde nicht zulassen, dass die Banken noch einmal so "unverantwortlich" handeln könnten.
Der Chef der Liberaldemokraten, Nick Clegg, konnte sich zu Beginn der dritten TV-Debatte, die von der BBC live aus Birmingham übertragen wurde, nicht weiter profilieren. In einigen Umfragen steht seine Mitte-links-Partei auf Platz zwei vor Labour. Die Konservativen liegen vorne, können sich aber einer absoluten Mehrheit im Londoner Unterhaus nicht sicher sein. Die Parlamentswahl findet am kommenden Donnerstag statt.
(apa/red)
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