Fettnäpfchenalarm bei britischem Premier:
Brown nennt eine Anhängerin "engstirnig"
- Hatte unbemerkt noch TV-Mikrofon an seinem Hemd
- Regierungschef entschuldigt sich sofort bei der Dame
·Homophoben-Sager erschüttert die Tories
Britische Konservative schließen Kandidaten aus
·Ein knappes Rennen
mit gleich 3 Elefanten
Harte TV-Debatte im
britischen Wahlkampf
·Liberaldemokrat gewinnt TV-Debatte
England: Clegg deutlich vor Cameron und Brown
·Spannung kehrt nach Großbritannien zurück
Vor den Wahlen: Labour holt überraschend auf

Nur knapp eine Woche vor der Wahl hat sich der britische Premierminister Brown einen peinlichen Patzer erlaubt. Nach einem Gespräch mit einer Wählerin wurde Brown erwischt, wie er diese "engstirnig" nannte. Die Unterhaltung mit ihr sei "ein Desaster" gewesen. Brown gab den Kommentar am Mittwoch ab, als er bei einer Wahlkampfveranstaltung in Rochdale bei Manchester zu seinem Wagen zurückging (DAS VIDEO AUF BBC).
Was er nicht bemerkte: Er hatte noch ein Mikrofon eines Fernsehsenders am Hemd. Der Premier entschuldigte sich umgehend, dass er "etwas Verletzendes" gesagt habe. "Ich werfe mir das selbst vor, man muss aber auch darauf hinweisen, dass ich den Radioleuten behilflich war, in meinem Auto mit eingeschaltetem Mikrofon zum nächsten Termin eilte und es ein privates Gespräch war, dass sie gesendet haben. Solche Dinge können geschehen, und ich entschuldige mich vielmals bei der Dame", sagte Brown. Die konservativen Tories kritisierten den Ausrutscher jedoch sofort.
Brown hatte offensichtlich im Auto zu einem Mitarbeiter gesagt: "Das war ein Desaster - sie hätten mich niemals mit dieser Frau zusammenbringen dürfen. Wessen Idee war das denn? Es ist lächerlich." In dem Gespräch mit der 65 Jahre alten Frau ging es vermutlich um Steuern, die britische Verschuldung und Immigration.
Der Ausrutscher im Endspurt des Wahlkampfes ist äußerst peinlich für den Chef der Labour-Partei. Zumal er schon öfter im Kreuzfeuer der Kritik wegen seines aufbrausenden Charakters stand. Die Briten wählen am 6. Mai ein neues Parlament.
(apa/red)
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