So feiern die Parteien den Tag der Arbeit:
Traditionelle SPÖ-Mai-Feier am Rathausplatz
- Regierungsteam der ÖVP trifft sich zu Arbeitssitzung
- FPÖ ladet zur Mai-Kundgebung ins Burgenland ein

·Der Tag der Arbeit im
Wandel der Geschichte
Zwischen Klassenkampf und Wahlkampf am 1. Mai
·Ein Hauch Wahlkampf
am Tag der Arbeit
Häupl wärmt sich für die Wiener Landtagswahl auf
Der 1. Mai bringt die Parteien in Bewegung. Die SPÖ läutete am Wiener Rathausplatz gleich den Landtagswahlkampf ein. Parteichef Faymann und Bürgermeister Häupl ritten Attacken vor allem gegen die FPÖ. Inhaltlich betonten die SPÖ-Spitzen ihren Willen, die Wirtschaftskrise nicht die Armen bezahlen zu lassen. Die ÖVP präsentierte nach einem Arbeitstreffen eine Export-Offensive im Schwarzmeerraum.
Häupl nutzte den "großen Kampftag" vor rund 100.000 Menschen dazu, mit der politischen Konkurrenz aufzuräumen. Dass die ÖVP bei der Präsidentenwahl keinen Kandidaten aufgestellt und dann Weißwählen als Alternative präsentiert hatte, befand er für "lächerlich und schäbig". Das für die FPÖ enttäuschende Abschneiden ihrer Kandidatin Rosenkranz sah der Stadtchef als Niederlage von FPÖ-Chef Strache, dem er für den 10. Oktober die nächste Niederlage prophezeit.
Faymann erteilt Hetzern Absage
Kanzler Faymann versicherte, dass seine Partei Hetzern immer eine Absage erteilen werde: "Eine Koalition mit diesen Menschen ist ausgeschlossen." Inhaltlich wandte er sich einer stärkeren Regulierung der Finanzmärkte zu. ÖGB-Präsident Foglar sprach sich für neue Vermögenssteuern aus und forderte gleichzeitig Investitionen, um Beschäftigung zu schaffen.
ÖVP bei Arbeitssitzung
Die ÖVP präsentierte nach einer "Arbeitssitzung" im Ares-Tower in der Donau-City eine Export-Offensive im Schwarzmeerraum. Außenminister Spindelegger will zunächst eine Analyse dieses Wirtschaftsraums vornehmen, in Aserbaidschan eine Botschaft eröffnen und ein Seminar mit den Außenministern der Region abhalten. Die Volkspartei sieht den Außenhandel als Teil der Exit-Strategie aus der Wirtschaftskrise. Neben Aserbaidschan nannte er auch Armenien, Georgien, Moldau und die Türkei.
ÖVP-Chef und Vizekanzler Pröll sieht trotz des "Krisengeheuls" Wachstumspotenziale - eben in Exporten und Green Jobs. Und er rief das neue Motto für den 1. Mai aus: "Arbeitsplatz statt Rathausplatz." Auch Staatssekretärin und Wien-Parteichefin Marek meinte: Während die SPÖ demonstriere, arbeite die ÖVP.
BZÖ und FPÖ
Eher klein gehalten ist die Mai-Feierlichkeit des BZÖ. Parteichef Bucher präsentierte ein Zehn-Punkte-Programm, um Wirtschaftswachstum zu generieren und Arbeitsplätze zu schaffen. Bucher will Klein- und Mittelbetriebe verstärkt fördern. Die FPÖ lud in Eisenstadt zu ihrer Mai-Kungebung mit Parteiobmann Strache. Landesparteiobmann Tschürtz wird dabei auch gleich den Wahlkampf einläuten. Die Grünen Aktivitäten beschränkten sich auf den "Tag der Arbeitslosen" am 30. April.
(apa/red)
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