Mittwoch, 28. April 2010

Blaue Konsequenzen nach Präsidentenwahl:
Strache verbreitert Spitze der Freiheitlichen

  • Sind als "nicht-sozialistische Alternative" gescheitert
  • FPÖ-Obmann rüffelt Kritiker aus den eigenen Reihen

FPÖ-Obmann Heinz Christian Strache will nach dem bescheidenen Ergebnis bei der Bundespräsidentenwahl für Barbara Rosenkranz die Parteispitze verbreitern. "Ich werde das Team, das ich rund um mich habe, besser gestalten und besser sichtbar machen", kündigte er an. Er sieht viele Gründe für das Abschneiden von Rosenkranz, Auswirkungen auf die Wien-Wahl werde es aber nicht haben. Vielmehr will Strache nun die Nicht-Wähler für sich gewinnen. Unterstützung von Martin Graf lehnt er dabei ab, ebenso Zurufe von manchen Funktionären.

"Es gibt viele Gründe, viele Mechanismen, viele Bereiche über die man reden kann und die man auch analysieren muss", will Strache erörtern, warum man das blaue Wählerpotential am Sonntag nicht habe ausschöpfen können. So sei es nicht gelungen, "in Bereiche der Österreichischen Volkspartei einzudringen" und als "nicht-sozialistische Alternative" zu wirken.

"Nicht die FPÖ stand zur Wahl"
Allerdings, so der FPÖ-Obmann, habe es sich nicht um eine Wahl gehandelt, "wo die FPÖ zur Wahl stand, sondern eine Persönlichkeit". Gerade "Persönlichkeiten" will Strache aber künftig "sichtbar machen". Namen will er noch keine nennen, "wir formieren jetzt einmal das Team für Wien". Auch dort wird aus der Liste noch ein Geheimnis gemacht, Quereinsteiger lehnt der FPÖ-Chef aber ab, da sich diese schon oft als "katastrophal" erwiesen hätten.

Wien-Wahl: 20-Prozent-Marke im Visier
Gerade in der Bundeshauptstadt hofft der FPÖ-Chef auf ein großes Wählerpotenzial für seine Partei und schielt auf jene, die sich der Bundespräsidentenwahl verweigert haben. "Die 58 Prozent der Wienerinnen und Wiener, die in Wirklichkeit damit über viele politische Entwicklungen in Wien aber wahrscheinlich auch auf Bundesregierungsebene Unzufriedenheit zum Ausdruck gebracht haben, genau denen will ich ein Angebot machen." Ziel ist es nach wie vor, die Stimmen- und Mandatsmehrheit der SPÖ zu brechen und zumindest die 20-Prozent-Marke zu erreichen.

Rüffel für interne Kritiker
Kritikern aus den eigenen Reihen nach der Hofburg-Wahl erteilt Strache einen Rüffel. Etwa dem EU-Abgeordneten Andreas Mölzer, der die Planung des Wahlkampfes als zu kurzfristig kritisiert hatte. "Ich kenne Andreas Mölzer auch aus vielen Rollen, die er einnimmt, aber sicherlich nicht als Parteistrategen, da ist er mir bis dato nicht aufgefallen." Dem Bundesobmann des Rings Freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RfW), Fritz Amann, der einen liberaleren Kurs eingefordert hatte, unterstellt Strache persönliche Motive.

Absage an die NS-Ideologie
"Wenn es darum geht, dass vielleicht der eine oder andere glaubt, den freiheitlichen Erfolgsweg gefährden zu können, konterkarieren zu können mit parteischädigenden Verhaltensmustern und das Geschäft des politischen Gegners betreibt, dann werde ich sicherlich nicht zusehen", gibt Strache nun den Kritikern aus den eigenen Reihen zu bedenken. Ebenso wie jenen, die rechtsextremes Gedankengut hegen: "Wer glaubt, eine Vergangenheitspartei beleben zu wollen, der ist sicherlich in unserer Partei falsch. Der soll sich eine andere Partei suchen." Aber solche gibt es laut dem FPÖ-Chef ohnehin weder in der Partei, noch bei Straches Wahlveranstaltungen. "Bei uns hat NS-Ideologie nichts verloren."

Hilfe von Martin Graf? Nein, danke
Einen, der in vergangener Zeit öfter mit rechtem Gedankengut in Verbindung gebracht worden war, will Strache lieber nicht als Unterstützer im Wiener Wahlkampf sehen: "Martin Graf ist Präsident im Nationalrat und hat dort eine wichtige Aufgabe zu erfüllen. Er wird sicherlich während der Wien-Wahl auch keine politische Rolle auszuüben haben." Graf, der Bezirksobmann in Wien-Donaustadt ist, hatte dies bis vor kurzem noch anders gesehen. "Ich werde mich, so weit es die Geschäfte zulassen, voll einbringen", hatte dieser noch im Februar angekündigt.

(apa/red)

28.4.2010 15:10
mfp7764, 28. 04. '10 13:13
Das ist die
einzige partei die man noch wählen kann und muss-so schauts aus
bigmike077, 28. 04. '10 13:58
Re: Das ist die
Wieso muß?! Nur weil sie seit Jahrzehnten im Wahlkampf das Thema Ausländer haben? Wäre ja sehr mager. Und andere Themen haben sie ja nicht. Die FPÖ haben ja nicht wirklich eine Wirtschaftspolitik oder Sozialpolitik.
wong, 28. 04. '10 14:09
Re: Das ist die
hust... äh....hust, hust, meint der das wirklich ?
Vasant, 29. 04. '10 09:43
an bigmike
Und welche Wirtschaftspolitik haben die ÖVP/ SPÖ?

Steuererhöhung und 2 Milliarden Hilfe für Griechenland
zählen übrigens nicht als Wirtschaftswunder für Österreich;)
mfp7764, 29. 04. '10 09:44
Re: Das ist die
und die roten und schwarzen haben uns verkauft,was ist jetzt besser
Wien_1190, 29. 04. '10 15:16
Re: Das ist die
Es muss mal einer das Übel an der Wurzel packen, alle anderen schauen weg - wirtschaften in die eigene Tasche - und verkaufen somit uns (Österreicher), sodass Österreich immer mehr "zum Rest der Welt" wird!!

Wenn euch das egal ist, "ist's ok", nur UNS (freiheitlichen) ist das NICHT egal!, weil wir im Gegensatz zu euch (anscheinend) an die Zukunft unserer Kinder denken!!

Wie können Leute nur so beschränkt sein?? Unsere Kinder lernen (sofern sie nicht wie meine in Privatschulen gehen) nichteinmal "gscheites" Deutsch in den Schulen - es wird immer auf "nicht Deutschsprechende" rücksicht genommen - so kann die Bildung unserer Kinder nicht steigen!!!! Aber anscheinend ist euch (bei der SPÖ,Grünen,ÖVP usw.) nicht bekannt, dass es durch fehlende Integration, zu Problemen kommen wird!!! Schade!
smrtl, 28. 04. '10 12:35
Verbreitern ist gut!
Was für ein Glück für den HaCeh, dass er mit Hubert Keyl, einen profunden Experten in Sachen Verbreiterung in seinem weiteren Mitarbeiterstab hat. Vor kurzem ließ sich H. Keyl seine Nase verbreitern. Wie das Verbreitern geht lässt er sich am besten von Profis erläutern.
wong, 28. 04. '10 14:09
Re: Verbreitern ist gut!
(-:
Wien_1190, 29. 04. '10 15:18
Re: Verbreitern ist gut!
Ein hochgradig sachlicher Kommentar! *lol*
brabus, 28. 04. '10 11:11
Verbreiterte Spitze
Klingt fast wie eine Drohung. Oder erweiterter Spielplatz für Leute, die in der Wirtschaft nichts taugen? Und Absage an NS Ideologie und rechtsextremes Gedankengut ? Hatte nicht Haider ähnliche Gründe für seine Abspaltung ? Also Wiederholung der Geschichte ? Welchen Nutzen hat also jeder einzelne Steuerzahler, der auch diese Partei mitfinanzieren muß ? Wo bleibt die Kosten-Nutzen Rechnung für jeden Steuer-Euro, der in Parteikassen fliesst ? Ein Arbeitnehmer wird auf die Straße gesetzt, wenn der Betrieb nicht mehr genug Gewinn erwirtschaftet. Die Politikerkaste wird aufgestockt auch wenn nichts dabei rauschaut für das Volk. Das ist der kleine Unterschied, liebe Steuerzahler.
Sensor, 28. 04. '10 12:17
Re: Verbreiterte Spitze
Völlig richtig!

Warum soll der Steuerzahler blechen, damit Leute, von denen die meisten "ohne Partei nichts sind"und die für Österreich keinen Nutzen bringen, wie die Maden im Speck leben können. Mit der Verbreiterung einer Spitze (typisches Partei-Kauderwelsch), ist es keine Spitze mehr. was sie an ihrem IQ gemessen bei der FPÖ ohnehin nie war.
Vasant, 28. 04. '10 12:32
Re: Verbreiterte Spitze
Da gebe ich euch recht! Das ist kein FPÖ Problem, sondern
generell ein Parteienfriedhof. Da wird Geld verbrannt und
in unnötige Bereiche investiert und dafür kassieren die da
auch noch mächtige Gehälter.

Wenn man dann merkt, dass man schlecht gewirtschaftet
hat, dann gibts keine finanziellen Konsequenzen für die
Parteien, sondern dann erheben wir neue Steuern um
wieder munter das Geld z.B. in die EU oder Griechenland
zu investieren.

Im Ausgeben sind die Herren und Damen offensichtlich
Meister, aber bei den Einnahmen kommen nur Ideen in
Verbindung mit neuen Belastungen für die Österreicher.

Eine Politikersteuer wäre mehr als nur angebracht,
weil man will ja die zur Kassa bitten, die auch viel
Geld haben, oder spielt man uns da wieder was vor;)
wong, 28. 04. '10 14:12
Re: Verbreiterte Spitze
es stimmt genau, was du schreibst - der rechtsrechte hadschi hat gemerkt, dass er mit seinem ideologischen background meier geht und jetzt immitiert er seinen ehemaligen mentor haider (ist ja auch leichter,nachdem dieser tot ist...)
wong, 28. 04. '10 14:14
Re: Verbreiterte Spitze
ich stimme den aussagen über die politikerkaste vollends zu - lustig wär`s für, zu sehen, was die herrschaften wenn niemand mehr zur wahl geht - dann gibt`s doch auch keinen sieger,oder...!
sidestep, 28. 04. '10 16:15
Herr vergib ihnen
Ja wenn gewisse Leute nicht zur Wahl gehen würden, dann wäre das wirklich besser, weil die mit ihrem IQ meinen, wenn sie auf dem Stimmzettel ein X machen, dann müssten sie was multiplizieren. Bei denen geht dann das auch noch meistens anach dem Spruch unseres Herrn, der bevor er starb sagte "Herr vergibt ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun"!