Donnerstag, 29. April 2010

Nach tödlichen Schüssen durch Polizei:
84-Jähriger obduziert und Beamte befragt

  • Bedrohte Zeitungsausträger mit Pistolenattrappe
  • Polizeikugel tötete Pensionisten - Hintergrund unklar

Die Obduktion nach dem tödlichen Polizeischuss auf einen 84-jährigen Oberösterreicher in Laakirchen (Bezirk Gmunden) ist abgeschlossen worden. Demnach starb der Pensionist nach der Verletzung des Herzvorhofes an einem Blutungsschock. Es bleibe abzuwarten, welche Verdachtssituation gegen den Beamten, der geschossen hat, vorliegen wird, so Christian Hubmer von der Staatsanwaltschaft.

Es hat inzwischen eine Erstbefragung der beiden an dem Vorfall beteiligten Beamten gegeben. Zu ihren Angaben werde es vorerst voraussichtlich keine Informationen geben, sie müssten zuvor überprüft werden, hieß es. Technisch abgeklärt ist inzwischen die Überwachungskamera am Haus des Erschossenen. Es handelt sich dabei ebenso wie bei der Pistole in seinem Besitz um eine Attrappe. Bis Freitag sollen die Ergebnisse der Tatortbegehung vorliegen.

Mord am Aktendeckel
Auf dem Aktendeckel stehe Paragraf 75 - Mord -, berichtete der Staatsanwalt. Das sei aufgrund der Erstinformation erfolgt, dass eine Schussabgabe auf eine andere Person mit tödlichem Verlauf erfolgt sei. Deswegen laute aber der Tatvorwurf nicht auf Mordverdacht. Zu klären seien die Rechtsfragen, ob die Schussabgabe gerechtfertigt gewesen sei oder nicht, ob eine Notwehrüberschreitung vorliege.

Der Vorfall ereignete sich Mittwoch früh, nachdem ein Zeitungsausträger die Polizei alarmiert hatte, weil er sich verfahren und in der Zufahrt zum Haus den Pensionisten von diesem mit einer vermeintlich echten Pistole bedroht worden war. Was genau passierte, als die beiden Polizisten eintrafen, war vorerst weiter Gegenstand von Ermittlungen. Feststand, dass die Beamten einen Warnschuss in den Boden abgaben und danach einen weiteren, der den Pensionisten von vorne in den Oberkörper traf und tödlich verletzte. Die Pistole, mit der er gedroht hatte, stellte sich nach dem Schuss als eine Attrappe heraus.

(apa/red)

29.4.2010 17:20
wong, 29. 04. '10 13:09
risiko
ich denke, dass die cops schnell handeln mussten - es stellt sich nur die frage,warumder schuss in die brust ging und nicht etwa ins bein!
maultier, 29. 04. '10 20:36
Re: risiko
Prügeln und schießen ist ihre Leidenschaft.Mit der Rechtschreibung stehen sie auf Kriegsfuß,unsere Ordnungshüter.Schande......
oldcharly, 28. 04. '10 21:18
BGM wollte ja Stadterhebung (9700Einw,)daher das gesindel rund herunm
dank unseres ehemaligen BGM musste dieser mitbürger sterben. mann muss nur schaun was für gesindel in den sozialwohnungen in seiner nähe leben . Aber HAUPTSACHE silbermayr war bei stadterhebung noch aktiv aus seiner sicht.
wong, 29. 04. '10 13:06
Re: BGM wollte ja Stadterhebung (9700Einw,)daher das gesindel rund herunm
ujeeee,wieder so einer....!
mmeinung, 28. 04. '10 20:46
Waffenattrappe
Wieviel muß noch passieren, bis man diese Nachbauwaffen endlich verbietet. Sind denn die Waffengeschäfte auf dieses Geschäft angewiesen? . Da kann man alles kaufen, MPs, Pistolen - alle von richtigen Waffen nicht zu unterscheiden u saubillig. Es könnt einem das Grausen kommen....Muß denn immer ein Gesetz da sein, welches diesem Unsinn Einhalt gebietet, die Geschäfte könnten doch auch von sich aus diesen Unsinn einstellen....
wong, 29. 04. '10 13:07
Re: Waffenattrappe
ein guter vorschlag, nur geschäftsschädigend für jeden bankräuber (-: