Befremdlicher Trend in Österreich: Immer mehr lassen sich in Terrorcamps ausbilden
- Interesse an Camps in Afghanistan und Pakistan
- Potenzielle Terroristen meist 19 bis 25 Jahre alt
·Echte Terroristen auf Facebook unerwünscht
Social Network sperrt Account von Bin Laden
·"Terroristen werden zerstört werden"
U-Bahn-Terror: Putin kündigt Konsequenzen an

In Österreich gibt es einen Trend zur Reise ins Terrorcamp. Im heurigen Jahr wurden bereits genauso viele Ausreisen in islamistische Trainingslager für Extremisten verzeichnet wie in den letzten vier Jahren zusammen. In den sogenannten "Terrorcamps" können sich die Teilnehmer zu Terroristen und zum Töten ausbilden lassen.
Die meisten dieser potenziellen Terroristen sind zwischen 19 und 25. Jugendliche aus muslimischen Familien sind hier ebenso zu finden wie Konvertiten. In den Terrorcamps lernen sie den Umgang mit Handfeuerwaffen, Granaten und Sprengstoffen.
Einige dutzend Interessente
Auffällig ist, dass das Interesse an der Teilnahme an Terrorcamps in Afghanistan und Pakistan angestiegen sei, so BVT-Chef Peter Gridling. Gridling wollte zwar keine genauen Zahlen nennen, einige Dutzend seien es aber schon sein, die sich zu Terroristen ausbilden lassen wollten.
Radikaler Islam in Österreich
Innenministerin Fekter betonte bei der Präsentation des Verfassungsschutzberichts, dass die direkte Bedrohung durch den Islam in Österreich "nicht so groß" sei. Gridling ergänzte, dass der radikale Islam hierzulande kein Massenphänomen sei. Schwierigkeiten bereiteten vor allem kleinere Gruppen, die schwer zu erkennen seien. Was Links- und Rechtsextremismus angeht, befürchtet man seitens des Bundesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung eine Zunahme gewalttätiger Auseinandersetzungen.
Gewaltbereitschaft
Was den Rechtsextremismus angeht, ist die Lage stabil. Die Anzeigen in diesem Bereich gingen von 835 vor zwei Jahren auf 791 im Jahr 2009 zurück. Allerdings stiegen die Anzeigen nach dem Verbotsgesetz, was Fekter und Gridling auf eine höhere Sensibilität der Bevölkerung zurückführten. Mit Besorgnis betrachtet der Verfassungsschutz, dass es auf links- und rechtsextremer Seite zunehmende Bereitschaft gibt, Auseinandersetzungen gewaltbereit zu bestreiten. Provokationen gebe es vor allem von der linken Seite schon seit längerem, meinte Gridling. Nunmehr orte man auch bei Rechtsextremisten steigendes Interesse, die Konflikte tätlich auszutragen.
(apa/red)
Paketfunde in Kanada10:02
Pornostar als Killer?29-jähriger Luka Magnotta soll Bekanntschaft ermordet, zerstückelt und verschickt haben
Caritas-Konferenz13:25
Eine Milliarde hungertSituation ist wegen Dürre und Nahrungsmangel in Afrika am schlimmmsten
