'ÖVP hat nichts gegen Fischer vorzubringen'
Heinrich Neisser kritisiert die eigene Partei
- Ehemaliger NR-Präsident tritt Personenkomitee bei
- NEWS: Neisser gegen Empfehlung zum Weiß-Wählen

Heinrich Neisser, unbeugsamer Intellektueller in der ÖVP und ehemals 2. Nationalratspräsident, ist neu im Personenkomitee Heinz Fischers. In der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS rügt er seine Partei für die Empfehlung, bei der Bundespräsidentschaftswahl "weiß" zu wählen. "Es ist kein demokratiepolitisches Desaster, wenn eine große Partei keinen Kandidaten aufstellt. Das Problematische ist das Verhalten nach dieser Entscheidung. Jeder kann weiß wählen, aber das von oben zu empfehlen, finde ich nicht gut." Und weiter: "Ich gehe davon aus, dass die ÖVP nichts Gravierendes gegen Fischer vorzubringen hat. Sonst wäre sie ja verpflichtet gewesen, eine Alternative zu bieten."
Ein weiteres Argument Neissers gegen das Weiß-Wählen: "Es wäre gut, wenn dieses Land zeigt, dass der Abstand zwischen Fischer und Rosenkranz möglichst groß ist. Ich möchte mir die Situation ersparen, dass ich im Ausland erklären muss, warum wir so sind."
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