Mittwoch, 21. April 2010

Sicherheit vor Profit

  • Kurt Kuch über falsche Kritik am Flugverbot
  • PLUS: Wie ist IHRE MEINUNG zu diesem Thema?

Es gibt gute Gründe, warum viele Menschen der Politik – insbesondere deren Protagonisten – grundsätzlich kritisch gegenüberstehen. Beispielsweise wenn es um die Wirtschaft geht. Unternehmen, die über Jahre hinweg im Einflussbereich der (Partei-)Politik stehen, arbeiten nur in den seltensten Fällen profitabel. Politiker hätten eben keine Ahnung vom Geschäft, lautet die (verkürzte) These.

Trotzdem sei an dieser Stelle eine Lanze für jene Politiker gebrochen, die sich jetzt massiv ins Wirtschaftsleben einmischen, um Flugverbote wegen der Vulkanwolke zu verhängen.

Niki Lauda stören diese Flugverbote. Er spricht gar vom „größten Fehler der Luftfahrtgeschichte“. Mit den verantwortlichen Politikern geht er hart ins Gericht. Aus Sicht eines betroffenen Airliners mag das nachvollziehbar sein. Berechtigt ist seine Kritik – trotz der enormen finanziellen Verluste für die Fluglinien – deshalb noch lange nicht. Denn: Bei der Sicherheit darf es keinen faulen Kompromiss zugunsten des Profits geben – auch dann nicht, wenn sympathische Nationalhelden wie Niki Lauda lautstark Stimmung machen. Wenn die Politik Flugverbote zu früh aufhebt, wer wird dann dafür geradestehen? Niki Lauda? Wohl kaum. Sondern jene, die dafür gewählt wurden. Und das ist gut so.

21.4.2010 12:05
derpradler, 26. 04. '10 11:27
Die Kritik am Flugverbot
ist typisch für das neoliberale Denken. Wirtschaft geht vor, Menschlichkeit.