Sparkasse Auto: 500 Euro pro Monat
betragen Gesamtkosten im Durchschnitt
- FORMAT: Hauptfaktor bei Kosten ist der Wertverlust
- Eine ökonomische Fahrweise spart bis zu 10 Prozent

·Sparbüchse: So teuer ist Ihr Wagen wirklich
Vollkosten meist mehr als 500 Euro monatlich
·Hohe Treibstoffpreise
heizen Österreich ein
Geldentwertung im März
auf 2 Prozent gestiegen
Die gestiegenen Spritpreise treiben vielen Autofahrern die Zornesröte ins Gesicht. Nüchtern betrachtet spielt aber das Tanken eine untergeordnete Rolle. Entscheidend dafür, wie viel ein Auto wirklich kostet, ist der Wertverlust.
Das ergab eine aufwendige Untersuchung von über 4.800 verschiedenen Automodellen durch den ÖAMTC. Das Ergebnis ist ernüchternd: Nur bei 366 Fahrzeugen deckt das amtliche Kilometergeld von 42 Cent die Kosten ab. Im Extremfall kann sogar der zehnfache Wert erreicht werden. Grundlage dieser Berechnungen ist ein Neuwagen, der fünf Jahre lang mit jährlich 12.000 Kilometern gefahren wird, was dem Austro-Durchschnitt entspricht.
Entscheidung im Autohaus
Thomas Stix, Leiter der technischen Information des ÖAMTC, erhob sämtliche Kosten vom Wertverlust über die Versicherung bis zum Spritverbrauch. Das Ergebnis: Schon das Einsteigermodell des VW Golf, der Rabbit 1,4, verursacht einen Wertverlust von 179 Euro im Monat, die Benzinkosten schlagen mit 82 Euro zu Buche. Insgesamt muss ein Neuwagenkäufer Monat für Monat 471 Euro einkalkulieren. ÖAMTC-Experte Stix: Im Schnitt betragen die Tankkosten bei einem Kompaktklasse-Diesel elf bis 12 Prozent, bei einem Benziner 14 bis 15 Prozent.
Bei teureren Fahrzeugen ist der Verbrauchsanteil noch geringer. Ein Luxusfahrzeug kostet in der Anschaffung möglicherweise das Zehnfache, beim Tanken aber nur das Doppelte eines Kleinwagens. Der Wertverlust macht dagegen selbst bei einem Mittelklassewagen schon mehr als die Hälfte der Gesamtkosten aus. Das heißt: Was ein Auto insgesamt kostet, entscheidet sich im Autohaus. Das gilt auch für die Extras. Teure Sonderausstattungen wie Alufelgen bekommt man beim späteren Gebrauchtwagenverkauf praktisch nicht honoriert. Klimaautomatik und Xenonscheinwerfer heben dagegen laut Branchendienst Eurotaxglasss den Wert des Gebrauchten.
Diesel oder Benziner?
Die Frage, ob Diesel oder Benzin günstiger ist, hängt nicht zuletzt von der Fahrleistung ab. Der oft günstigere Preis des Benziners wird auf Dauer durch die niedrigeren Tankrechnungen des Diesels ausgeglichen. ÖAMTC-Mann Stix: Als Faustregel gilt, dass sich ein Dieselfahrzeug ab einer Fahrleistung von rund 12.000 Kilometern im Jahr rechnet.
Im Nachhinein mit dem Cent zu fuchsen hilft dagegen wenig: Wem es gelingt, durch die Fahrt zu einer billigeren Tankstelle fünf Prozent der Spritrechnung einzusparen, der reduziert die Monatskosten im oben angegebenen Beispiel des VW Golf nur um 4,10 Euro im Monat. Lukrativer ist da schon eine ökonomische Fahrweise. Wer spritsparend fährt, kann zehn Prozent Kosten vermeiden. Was möglich ist, zeigt der Spritsparrechner auf www.ichundmeinauto.info.
Zum Download: Die 4.800 Automodelle im Detail
Lesen Sie die Geschichte im aktuellen FORMAT und auf www.format.at!
