Mittwoch, 28. April 2010

Euro leidet unter der griechischen Tragödie:
Schuldenlast drückt Kurs auf Ein-Jahres-Tief

  • Ein Euro notiert inzwischen nur mehr bei 1,32 Dollar
  • Expordindustrie darf auf größere Absatzzahlen hoffen

Die anhaltende Schuldenkrise Griechenlands hat den Euro erneut auf Talfahrt geschickt. Die Gemeinschaftswährung verbilligte sich auf bis zu 1,3206 Dollar. Damit lag sie rund einen US-Cent unter dem Niveau vom New Yorker Vortagesschluss und dem niedrigsten Stand seit April 2009. Charttechnische Verkaufssignale hätten zusätzliche Verkäufe ausgelöst, sagten Börsianer.

ach der Veröffentlichung der nach oben korrigierten Defizitzahlen für Griechenland war der Euro unter die Marke von 1,33 Dollar gesunken, nachdem er zuvor noch über der Marke von 1,34 Dollar notiert hatte. Auch ein stark ausfallender ifo-Geschäftsklimaindex werde keine Trendwende beim Euro herbeiführen, erwartet die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) in einer Tagesvorschau.

Starke Konjunkturzahlen aus der Eurozone hatten dem Euro nicht geholfen. Der Euro habe angesichts der Griechenland-Krise "massives Abwertungspotenzial". Schon bald könnte die Marke von 1,30 Dollar erreicht werden.

Ausschließlich unerfreulich ist der Kursverfall für die europäische Wirtschaft aber nicht: Speziell die Exportindustrie darf angesichts eines sinkenden Eurokurses auf einen Anstieg der Absatzzahlen hoffen.

(apa/red)

28.4.2010 08:05
BadLieutenant, 23. 04. '10 10:34
Wer kann sagen ...
wofür der gesunkene Euro-Kurs gut ist?
Im Rest der Welt werden dadurch Waren aus dem Euro-Raum billiger ... und wenn das auf lange Sicht Arbeitsplätze in Europas Firmen schafft/sichert, ist es wohl auch nicht schlecht.
Vasant, 23. 04. '10 08:53
Und Europa leidet ...
wegen der EU und deren Politiker;) Ist doch fair für alle;)