Griechenland muss nur mehr zugreifen:
Europas Hilfsgelder für Athen stehen bereit
- Pröll mahnt Griechen zur Einhaltung der Bedingungen
- Zehntausende Griechen protestieren gegen Sparplan

·Österreicher haben
für Griechen viel übrig
Rettungsplan für Athen
kostet uns 858 Mio. Euro
·30 Milliarden Euro
für Griechenland
Notkredite der Euro-
Gruppe stehen bereit
·Spindelegger begrüßt
Griechenland-Nothilfe
Wichtig für Sicherung der gemeinsamen Währung
·Vertrauen in Athen
schwindet zusehends
Europa arbeitet unter
Hochdruck an Hilfsplan
·Griechenland: Tief-
Punkt der Krise vorbei
Premier Papandreou
sieht Talsohle bewältigt
·Angela Merkel kocht
die Eurostaaten ein
Berlin gibt bei Hilfe für
Griechenland den Ton an
·Europa greift für
Athen in die Tasche
Polit-Poker endet mit
einer Milliardenzusage
Griechenland will bald über die Bitte um Hilfen von der EU und des Internationalen Währungsfonds (IWF) entscheiden. Dies sagte der griechische Finanzminister Giorgos Papakonstantinou. Laut Österreichs Finanzminister könne Athen jederzeit auf die zusammengetragenen Hilfsmittel zugreifen, müsse dafür aber alle Bedingungen der EU für die Finanzhilfe erfüllen.
Trotz der milliardenschweren Bemühungen zur Bewältigung der Schuldenkrise in Griechenland sind die Kosten für griechische Schulden auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Griechenland ist hoch verschuldet und muss im Mai neue Kredite über zehn Milliarden Euro aufnehmen.
Der IWF sieht wegen der Schuldenkrise in Griechenland den Aufschwung in den anderen Eurostaaten bedroht. Die anhaltende Sorge an den Finanzmärkten über die Zahlungsfähigkeit Griechenlands "könnte in eine ausgewachsene staatliche Schuldenkrise münden und zu einer Ansteckung führen", schrieb der Internationale Währungsfonds (IWF) in seinem Weltwirtschaftsausblick. Die Konjunkturaussichten für die 16 Euro-Länder seien daher unsicher. Für die Euro-Zone erwartet der IWF 2010 deshalb unverändert ein Wachstum von lediglich 1,0 Prozent.
In Griechenland stoßen die Sparpläne der Regierung auf erbitterten Widerstand: Zehntausende griechische Staatsbedienstete wollen heute aus Protest in Streik treten. Zudem planen Ärzte, Krankenschwestern, Lehrer und andere Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes einen Demonstrationszug vor das Parlament. Sie verlangen, dass die sozialistische Regierung bei ihren Gesprächen mit der Europäischen Union (EU) und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) weiteren Einsparungen bei den Staatsausgaben nicht zustimmt.
(apa/red)
