Wale als Geheimwaffe gegen Klimawandel: Exkremente sollen Erderwärmung aufhalten
- Forscher: Tiere scheiden wichtiges Eisen wieder aus
- Meerespflanzen können so mehr CO2 aufnehmen

·Buckelwale haben
ein Herz für Robben
Forscher: Tiere instinktiv vor Killerwalen gerettet
Auf der Suche nach Lösungen für das Problem der Erderwärmung haben australische Wissenschafter eine neue Entdeckung gemacht: Wal-Exkremente können offenbar den Ozean mit Eisen anreichern und ihn so aufnahmefähiger für schädliches Kohlendioxid machen.
"Wenn Wale eisenhaltigen Krill fressen, geben sie das meiste Eisen wieder ans Wasser ab", sagte Steve Nicol von der Forschungseinrichtung Australian Antarctic Division. Eine wachsende Anzahl von Walen in den Weltmeeren könnte nach Auffassung der Wissenschafter die Meerespflanzen mit ihren Ausscheidungen so stärken, dass sie mehr CO2 aufnehmen können.
"Ein Drittel der Weltmeere haben niedrige Eisenwerte", sagt Ozeanograph Andrew Bowie. Wale fressen täglich mehrere Tonnen Krill, also tierisches Plankton, das meist aus Krustentieren besteht. Die Forscher hätten bereits vermutet, dass die flüssigen rotbraunen Ausscheidungen der Meeressäuger Eisen enthielten, die Höhe der Konzentration habe sie aber überrascht.
(apa/red)
