Gravierende Mängel bei Skylink: Gutachter
stoßen bei Terminalprüfung auf 3.000 Fehler
- FORMAT: Sogar lebensgefährliche Mängel entlarvt
- Auch bei Teilen der Decke ist geschlampt worden

·Erneut Pannen bei
der Skylink-Prüfung
FORMAT: Einzelne Akten
scheinen verschollen
·Zwangspause vorbei: Weiterbau am Skylink
Terminalerweiterung war im Juni gestoppt worden
Auf 3.000 Mängel sind Gerichtssachverständige bei der Prüfung des im Bau befindlichen Flughafen-Terminals Skylink gestoßen, schreibt das Magazin FORMAT in seiner aktuellen Ausgabe. Im September 2009 war das Büro von Ingenieur Matthias Rant mit der gerichtlichen Beweissicherung beauftragt worden. 140.000 Fotos und knapp 110 Stunden Filmmaterial zeigen, dass am Flughafen Wien-Schwechat arg gepfuscht worden ist. Ausgedruckt wäre das Beweismaterial 750 Kilogramm schwer
Demnach handelt es sich bei rund 500 der knapp 3.000 Mängel um "mittlere bis schwere Fehler." Einige davon hätten lebensgefährliche Folgen haben können. So wurden die riesigen Glasfronten unkorrekt montiert. Die Platten hätten 18 Millimeter tief in das Profil eingesetzt werden sollen, oftmals waren es aber nur fünf Millimeter. Als lebensbedrohlich werden auch Teile der Decke eingestuft.
Ende nächster Woche wird dem Flughafen-Vorstand und den am Bau beteiligten Hauptunternehmen der erste von vier Teilen der Beweissicherung offiziell präsentiert. Ingenieur Matthias Rant will die Inhalte des Gutachtens nicht kommentieren, doch sind sie dem Flughafen-Vorstand sowie Teilen des Aufsichtsrats bereits bekannt.
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