Mittwoch, 21. April 2010

Volksbank rutscht tief in die roten Zahlen:
Verlust im Vorjahr bei 1,1 Milliarden Euro

  • Bank hält sich zu Fusion mit der BAWAG bedeckt
  • Ausverkauf einzelner Töchter wird ausgeschlossen

Die vor dem Verkauf stehende Volksbank AG (ÖVAG) hat nach teuren Abschreibungen 2009 einen Milliardenverlust verbucht. Der Jahresverlust nach Steuern lag bei 1,123 Mrd. Euro, netto weist die Bilanz einen Verlust von 1,084 Mrd. Euro aus.

Die Kreditrisikovorsorgen mussten auf 863 Mio. Euro angehoben werden. Die Bank hatte zum Ultimo 2009 eine Bilanzsumme von 48,1 Mrd. Euro, wurde bei der Bilanzvorlage bekanntgegeben.

ÖVAG-Chef Gerald Wenzel ließ zum Stand der Partnersuche vorerst wenig verlauten, außer dass es Gespräche, mit einigen auch vertiefte Gespräche, gebe. Zur Spekulation um eine Fusion mit der BAWAG äußerte er sich nicht. Es seien keinerlei Entscheidungen oder Festlegungen in irgend einer Weise getroffen. Eine Zerschlagung sei kein Thema für ihn.

Töchter werden nicht verhökert
Wenzel schloss dennoch einen Einzelverkauf der Tochter Investkredit ebenso wenig aus wie einen gesonderten Verkauf der Immotochter Europolis. Die Volksbank International (VBI) sei hingegen "unverzichtbarer" Bestandteil des Kerngeschäfts.

Den Verlust vor Steuern der Investkredit bezifferte der Vorstand für 2009 mit 380 Mio. Euro und den Verlust bei der Europolis mit 290 Mio. Euro.
(apa/red)

21.4.2010 14:24
brabus, 22. 04. '10 15:29
Volksbank
Allein der Name läßt gruseln. Wofür werden die Manager und Aufsichträte solcher Banken bezahlt ? Das Geld des Volkes zu vernichten ? Schickt sie zum Teufel, aber laßt sie vorher für den Schaden bezahlen.