Neue Hinweise auf Unregelmäßigkeiten:
Insiderinformationen in der Affäre Buwog
- Hochegger nannte Immofinanz Konkurrenzangebot
- profil: Meischberger soll die Quelle gewesen sein
·Grasser kann sich
nicht mehr erinnern
Druck auf Ex-Minister in
Causa Buwog nimmt zu
·Urlaub als Grassers
Geschenk für BUWOG?
profil: Meischberger zahlt
Trip auf die Seychellen
·NEWS veröffentlicht brisantes Grasser-Mail
Hypo-Investor Tilo Berlin schrieb Meischberger

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner neuesten Ausgabe berichtet, hat der frühere Immofinanz-Lobbyist Peter Hochegger das Immofinanz-Konsortium beim Verkauf der Bundeswohngesellschaften (Buwog) mit entscheidenden Insiderinformationen versorgt.
Im Juni 2004 erhielt die Immofinanz-Gruppe den Zuschlag für 961,28 Millionen Euro, wobei deren Angebot um nur 1,19 Millionen Euro über dem der CA Immobilien Anlagen AG lag. Laut profil vorliegenden Einvernahmeprotokollen hat Hochegger gegenüber der Staatsanwaltschaft Wien zugegeben, die Angebotshöhe der CA Immo gekannt und diese der Immofinanz genannt zu haben: "Es ging ... darum, der Immofinanz den richtigen Angebotspreis zu empfehlen und abzuleiten, wo die CA Immo liegen wird. ... Karl Petrikovics (der damalige Immofinanz-Chef, Anm.) hat sich versichert, dass die Zahl (Euro 960 Mio.) verlässlich sei, was ich bestätigte. Meine Botschaft war, dass er über Euro 960 Mio. bieten muss."
Als Quelle nannte Hochegger Partner Walter Meischberger: "Die Schlüsselinformation am Schluss kam natürlich schon von Meischberger. Meischberger hat mir nicht gesagt, woher er die Schlüsselinformation 'über 960 Mio.' hatte." Meischberger hat die Vorwürfe gegenüber der Justiz bestritten. "Ich habe niemals konkrete Angebotshöhen der Bieter gekannt ... Ich habe mitgezittert wie alle anderen auch. Ich bin davon ausgegangen, dass die geringe Differenz ... ein reiner Zufall gewesen ist ... Hochegger hat wahrscheinlich ein Wahrnehmungsproblem, ich aber nicht. Alles was ich gesagt habe, stimmt."
Mehr dazu lesen Sie im neuen profil 17/10

