Montag, 26. April 2010

Zehntausende Liter Öl sind von Bohrinsel ausgetreten: Angst vor Ölpest steigt an

  • Ölteppich erstreckt sich bereits über 30x30 Kilometer
  • Täglich gelangen geschätzte 160.000 Liter Öl ins Meer

Nach dem Untergang einer Bohrinsel sind im Golf von Mexiko Zehntausende Liter Öl ausgetreten. Der schmierige Teppich erstrecke sich bereits auf eine Fläche von 30 mal 30 Kilometern, teilte die Küstenwache mit. Täglich gelangten schätzungsweise 1.000 Barrel (160.000 Liter) Öl ins Meer sagte Konteradmiral Mary Landry. Mit Tauchrobotern wollen die Behörden im Süden der USA das Leck jetzt dichten.

Es werde erwartet, dass dafür 24 bis 36 Stunden benötigt würden, sagte ein Experte des Ölkonzerns BP. Die Ölbohrinsel war am Donnerstag nach mehreren Explosionen rund 80 Kilometer vor der Küste von Louisiana gesunken.

Insgesamt 2,65 Mio. Liter an Bord
Sie hat möglicherweise bis zu 2,65 Millionen Liter Diesel an Bord. 700 Arbeiter, vier Flugzeuge, 32 Schiffe und mehrere ferngesteuerte Geräte seien im Einsatz, erklärte der Ölkonzern BP, der die Bohrinsel betrieben hat. Die Bemühungen um eine Eindämmung der Umweltkatastrophe wurden am Wochenende von rauer See, starkem Wind und Regen behindert. Die Suche nach elf vermissten Arbeitern wurde am Freitag eingestellt. Die Unglücksursache ist immer noch ungeklärt.

Konteradmiral Landry von der Küstenwache erklärte, die Suche nach den Vermissten werde fortgesetzt, falls die Schiffe in der Gegend irgendwelche Hinweise entdeckten. Die übrigen 115 Arbeiter auf der Plattform konnten sich mit Rettungsbooten in Sicherheit bringen, mehrere wurden verletzt.

(apa/red)

26.4.2010 08:08