Montag, 26. April 2010

Blaue Wähler lassen Rosenkranz im Stich:
Nichtwählerschaft wird von FPÖ dominiert

  • Nur 25 Prozent von 2008 stimmen für Rosenkranz
  • Analyse: Hälfte der ÖVP-Wähler unterstützt Fischer

Die Wahlbeteiligung bei der Bundespräsidentschaftswahl vom Sonntag hat mit 49,2 Prozent (vorläufiges Endergebnis) einen historischen Tiefststand erreicht. Vergleicht man mit der Nationalratswahl 2008, so sind die FPÖ-Wähler am stärksten ins Lager der Nichtwähler gewechselt. Laut ORF/SORA-Wählerstromanalyse sind 63 Prozent all jener, die bei der Nationalratswahl für die FPÖ votiert hatten, bei der Präsidentschaftswahl daheimgeblieben.

Nur 25 Prozent der ehemaligen FPÖ-Wähler votierten diesmal für die von der Partei nominierte Kandidatin Barbara Rosenkranz. Weitere elf Prozent wechselten ins Lager von Heinz Fischer, zwei Prozent gaben Christen-Kandidat Rudolf Gehring ihre Stimme.

ÖVP-Anhang votiert für Fischer
Die ÖVP-Wähler von 2008 teilten sich fast je zur Hälfte ins Lager der Nichtwähler (46 Prozent) sowie in Richtung Fischer (44 Prozent) auf. Weitere sechs Prozent der ehemaligen ÖVP-Wähler wanderten ins Lager von Christen-Kandidat Rudolf Gehring, nur vier Prozent Richtung FPÖ-Kandidatin Barbara Rosenkranz.

Von den SPÖ-Wählern der letzten Nationalratswahl entschieden sich 83 Prozent für Fischer, zwölf Prozent blieben den Urnen fern. Vier Prozent wechselten ins Lager der FPÖ und ein Prozent entschied sich für Gehring.

Grüner Wahlaufruf wirkt
Stark profitiert haben dürfte Fischer auch vom Wahlaufruf der Grünen: 83 Prozent der Grün-Wähler von 2008 votierten diesmal für das amtierende Staatsoberhaupt; 14 Prozent blieben diesmal zu Hause und jeweils zwei Prozent gingen ins Lager von Rosenkranz bzw. Gehring.

Stark ins Lager der Nichtwähler abgewandert sind auch die Wähler des BZÖ - das ebenso wie die Grünen keinen Bewerber ins Rennen schickte, aber auch keine Wahlempfehlung abgab. 60 Prozent der Orangen von 2008 blieben diesmal daheim. Immerhin 21 Prozent davon votierten aber für die FPÖ-Kandidatin Rosenkranz. 17 Prozent entschieden sich für Fischer.

Kaum Interesse bei BZÖ-Wählern
Betrachtet man die Zusammensetzung des Lagers der Nichtwähler, so macht dort die Gruppe jener, die auch 2004 den Urnen ferngeblieben sind, mit 44 Prozent den größten Anteil aus. Fast ein Fünftel der heutigen Nichtwähler (18 Prozent) machen 2008er-ÖVP-Wähler aus, 17 Prozent ehemalige FPÖ-Wähler. Relativ gut mobilisiert werden konnten offenbar die SPÖ-Wähler der letzten Nationalratswahl: Der "rote" Anteil an den Nichtwählern macht laut ORF/SORA nur fünf Prozent aus - und der "grüne" Anteil sogar nur zwei Prozent. Wenig Interesse an der Wahl hatten laut Wählerstromanalyse hingegen die BZÖ-Wähler von 2008, sie stellen ein Zehntel der jetzigen Nichtwähler.

(apa/red)

26.4.2010 12:52
War-Lord, 26. 04. '10 20:46
Gratuliere den Freunden von der FPÖ zum super Wahlerfolg!!
Das ist nun der Erfolg von über 1,6 Millionen Euro Wahlinvestition... ein super 2. Platz!! Da kommt richtig Freude auf!! Freunde der FPÖ ich danke euch, das habt ihr super gemacht!! Nächstes Mal stellts ihr mich auf, dann machen wir garantiert auch den 2. oder 3. Platz... hinter dem Fischer Heinz... und ich hoffe die Wählerschaft dankt euch das nicht auch bei der nächsten Wahl, dass ihr 1,6 Mille beim Fenster rausgeschmissen habts für nix und wieder nix! Ein 2. Platz ist echt super, aber leider nicht bei der Bundespräsidentenwahl... gratuliere dir Heinzi zur Nominierung von der Babsl. Der ÖVP möchte ich auch gratulieren, weil sie wenigstens keinen eigenen Kandidaten aufgestellt hat und sich so tausende Euro an Wahlkosten gespart hat. Und auch dem Fischer Heinz zum eindeutigen Wahlsieg
Vasant, 26. 04. '10 23:24
Re: Gratuliere den Freunden von der FPÖ zum super Wahlerfolg!!
Was sind 1,6 Millionen im Vergleich zu 80 Millionen Euro
für Neuwahlen der roten Freunde Österreichs? Außerdem
hat der Wahlkampf für Heinz Fischer ja nichts gekostet;)

Und es war auch toll, dass er sich jeder Debatte gestellt
hat ... moment mal ... das war ja gar ned der Hr. Fischer;)

Wie gesagt, keiner der 3 Kandidaten war würdig und
wie man am Ergebnis sieht, hat das Volk auch endlich
ein weiteres Zeichen gesetzt, wobei die SPÖ würde ja
sogar in einer wolkenlosen Nacht keinen einzigen Stern
am Himmel erkennen ... also eh sinnlos die Diskussion!
drowhunter, 27. 04. '10 23:58
Re: Gratuliere den Freunden von der FPÖ zum super Wahlerfolg!!
vasant...

das volk hat überhaupt kein zeichen gesetzt. das ist mal das erste.
es hat nur ein folgendes zeichen gesetzt, nämlich dass der heinzi der einzig wirklich wählbare war.

nichtwähler haben diese wahl nicht gewonnen, wenn - dann hätten die ungültigwähler bei so einem prozentsatz gewonnen, nichtwähler haben garnix gewonnen oder gezeigt, sie haben auf ihr wahlrecht verzichtet und ab nun heißts ruhig sein.

wenn sie zur wahl gegangen wären und ungültig gewählt hätten (um ihren missmut zum ausdruck zu bringen) dann hätten sie ein zeichen gesetzt.

das zeichen das hier gesetzt wurde heißt - fischer nummer
MyHomebound, 26. 04. '10 13:38
@wong
tja, wie immer: kurz, prägnant, nix zum Thema beitragend aber unheimlich unnötig IHRE Postings, da nur beleidigend
smrtl, 26. 04. '10 11:30
Reflex
Natürlich! Die Medien sind schuld! Waren es die Medien, die B. Rosettenkranz zu rechtsextremen Veranstaltungen brachten? Waren es die Medien, B. Rosettenkranz zu zweifelhaften Aussagen bzgl. des Verbotsgesetzes, zum Holocaust, zum Islam, zu ihrer Lernbereitschaft in Bezug auf Geschichte,.... drängten?
Formten die Medien ihr Bild von der Frau in der Gesellschaft?
Zwangen sie die zur Eheschließung mit einem amtsbekannten (noch nicht Verurteilten) Rechtsextremisten?
Immer wenn dem braunen Gesindel etwas nicht so gelingt, wie es sich das erhoffte, sind die Medien schuld!
Irgendwie armselig!
wong, 26. 04. '10 12:54
Re: Reflex
stimme inhaltlich zur gänze zu
Vasant, 26. 04. '10 13:23
an smrtl
Aussagen wie Rosettenkranz sagen schon sehr viel über
deinen Respekt gegenüber anderen Menschen. Man muss
nicht immer der gleichen Meinung sein, aber Leute wie du
haben sichtlich nur Stärken in der Fäkalsprache.

Und wenn oder was ein Politiker heiratet geht überhaupt
niemanden etwas an. Auch das ist eine Frechheit, wenn
man sich darüber ein Urteil macht. Es ging ja auch bei
der Wahl nicht um die Frau von Heinz Fischer, sondern
um das Amt des BP.

Und nur die Dümmsten erhalten Wörter wie braunes
Gsindl usw. am Leben, weil sie halt geistig etwas im
Wald mit ihrer Argumentation stehen. Es ist schon
beachtlich, dass du außer Beleidigungen kein wirklich
wertvolles Argument in deinen Text bekommen hast!

Also wie willst du über Situationen urteilen mit der
begrenzten Denkweise?
Vasant, 26. 04. '10 13:25
Tippfehler
und wen oder was ein Politiker heiratet natürlich...
bevor hier wieder die Rechtschreibkönige antanzen;)
Vasant, 26. 04. '10 14:35
an MyHomebound
Ich nehme mal stark an, dass du mit SIE nicht mich
gemeint hast;)
maus119, 26. 04. '10 15:38
Re: Reflex
an smrtl

was du von dir gibst is a frechheit ja du kennst dich anscheinend an dreck aus.die medien haben sehr wohl von anfang an bevor noch die wahlkampagne angrennt is die rosenkranz auseinander genommen und schlecht gemacht.und des passiert sowieso komischerweise bei jeder wahl mit den blauen.sieht man sich talk of town an wenn strache dabei war hat man den zum beispiel nie richtig ausreden lassen und imma is a scheiss kommentar abgeben wordn von den andren die daneben gesessen sind.solltest vielleicht die politik besser verfolgen und die medien bevor du soviel kacke daher redest.
derpradler, 26. 04. '10 11:20
Straches
verkniffenes Gesicht spricht Bände!
maus119, 26. 04. '10 11:15
wahl
also ich muss sagen die rosenkranz wurde nicht im stich gelassen denn die wähler haben offiziell gewählt und bei fischer sind es die nichtwähler gewesen die ihn so viel prozent an stimmen verschafft haben.an fischers stelle würde ich mich bis in boden schämen .einfach des ergebnis als supa wahlsieg zu sehen is ne frechheit.und was rosenkranz noch betrifft so waren es die medien die von anfang an gleich mal ne hetze veranstaltet haben gegen sie.und des braucht keiner von den medien und hohen herrschaften abstreiten .es war ne sauerei.wo war denn unser lieber herr bundespräsident all die jahre da hat er sich nie so nah gezeigt dem volke ja so siehts aus .und wirklich viel hat er a net gmacht.so schauts aus und des is mei meinung
Vasant, 26. 04. '10 13:18
an maus119
Einen super Wahlsieg stelle ich mir auch anders vor und
die Medien haben sofort mal die Rosenkranz zerfetzt wo
es nur möglich war, aber das ist halt Politik in unserem
Land! Man muss nun die schlechten Werte in eine Art
positive Stimmung umwandeln und den Glauben ändern.
Die Zahlen sprechen da sowieso eine andere Sprache
als die Medien;)

Volksnähe, und da muss ich dir recht geben, ist nicht die
Stärke von Herrn Fischer und als Bürger kriegst auch nicht
annähernd etwas von seiner Person mit. Da sollte man
doch in Zeiten der Krise ala Obama etwas näher an die
Bürger herantreten und eine Art Motivation erwecken.

Ich finde es auch nicht in Ordnung, dass er sich keiner
Debatte gestellt hat und nicht wirklich in seiner Funktion
als BP richtig gehandelt hat, aber das muss er vertreten.
maus119, 26. 04. '10 15:29
Re: wahl
ja da gib ich dir vollkommen recht
mundl66, 26. 04. '10 10:22
Die aundere Wohrheit
Rechnet ma die Netwöhla mit de ungültign und de Gegnstimman zsamm hast des;

Fischer 64 % ham ina NET gwöt
Rosnkranz 92,9 % ham ina NET gwöt
Gehring 97,5 % ham ina NET gwöt

traurig oba woa
wong, 26. 04. '10 12:56
Re: Die aundere Wohrheit
so kau ma`s a seh`...!
Sensor, 27. 04. '10 17:18
Re: Die aundere Wohrheit
Zu mundl66,10 10.22

Ja so ist es. Oder kann man die "Zugkraft" der Kandidaten auf die Gesamtheit der Wahlberechtigten angeben:
Fischer: (100 -64) = 36 % (rund 1/3) = sehr mager
Rosenkranz: 7,1% (rund 1/14) = beinahe vernachlässigbar
Gehring: 2,5% ( 1/40)= völlig bedeutungslos

Also für Gehring und Rosenkranz äußerst magere Ergebnisse und selbst die Legitimation Fischers ruht auf schwachen Beinen. Das Wahlrecht sorgt allerdings bei allen Kandidaten für eine Verschönerung.
Vasant, 26. 04. '10 09:20
Man kann es drehen und wenden wie man will ...
Also bei so einer niedrigen Wahlbeteiligung als eigentlich
"fast Unbekannte" nahezu ca. 16% zu erreichen sehe ich
nicht als "im Stich gelassen";) Man schreibt hier halt sehr
gerne gegen die FPÖ und daher wundert es mich auch
nicht wirklich, warum man eigentlich den nahezu wirklich
niedrigen "Erfolg" von Fischer hier nicht kritisiert?

Da würde ich die 78,9% von 49,2% Wähler eher als die
bezeichnen, die nicht wirklich motiviert waren ... und all
die Nichtwähler haben ein Zeichen gesetzt, welches man
so auch nicht unbeachtet im Raum stehen lassen sollte!

Fakt ist, dass keiner der 3 Kandidaten eine wirklich gute
Wahl für Österreich war und was soll man denn wählen,
wenn es keine gute Alternative gibt!?

Was ein Gehring dort zu suchen hat verstehe ich sowieso
bis heute nicht wirklich;)
brabus, 26. 04. '10 10:06
Re: Man kann es drehen und wenden wie man will ...
Richtig. Demokratisches Wahlrecht bedeutet auch eine Wahl zu verweigern, wenn die zu wählenden Kandidaten nicht wählbar sind. Oder heisst wählen dürfen, das geringste Übel auszusuchen ? Wird Zeit, dass die Politikerkaste was daraus lernt.
Woodentree, 26. 04. '10 10:14
Re: Man kann es drehen und wenden wie man will ...
Schönreden ist auch eine Kunst. 78,9% (schön, dass wir hier bei der tatsächlichen Zahl bleiben und es nicht fast 79% sind) von 49,2% ist schlecht und "fast" 16% (15,6% übrigens) von 49,2% sind gut? Abgesehen davon kritisiert jeder, nur der Fischer nicht. Und ganz ehrlich, an seiner Stelle würde ich auch drauf pfeifen. Die Nichtwähler haben eindeutig gezeigt, dass es sie nicht interessiert, warum sich also darüber einen Kopf machen? Wenn sie lieber zuhause auf ihren 4 Buchstaben hocken, ist das ihr Problem.
Thema Gehring: Jede Wahl braucht scheinbar eine Witzfigur. Und nur weil ein paar hier Heinz Fischer nicht für eine gute Wahl halten, macht das diese Meinung noch lange nicht zum "Fakt". Nur als Hinweis.
günza, 26. 04. '10 10:18
Re: Man kann es drehen und wenden wie man will ...
Ich sehe das eher pragmatisch. Wenn der Fischer jetzt in Pension gegangen wäre würde er der Pensionsversicherungen auf der Tasche liegen. Also ist diese Lösung für den Steuerzahler die günstigste alternative. Aufgrund der Kandidaten musste ich leider auch ungültig Wählen. Und die Politiker werden sich sicherlich nicht ändern. Ist doch alles gleiches Gesindel. LG, ein desillusionierter Weißwähler.
Vasant, 26. 04. '10 11:11
an Woodentree
Warum sich einen Kopf machen, wenn die Nichtwähler
auf ihren 4 Buchstaben zuhause hocken bleiben?

Also wenn ich in meinem Job Fehler mache, oder etwas
nicht richtig mache, dann interessiert mich schon die sog.
Ursache, weil wie soll ich denn aus meinen Fehlern lernen
wenn ich diese nicht analysiere bzw. es beim nächsten
Mal besser machen?

Mit der Sichtweise müsste man sich eigentlich fragen,
warum gibts denn überhaupt Wahlen, wenn das Ergebnis
eh egal scheint?

Fakt ist auch, dass KEINER der 3 Kandidaten eine gute
Wahl war und somit frage ich mich, wie du hier sofort
die Aussage "nur" auf Heinz Fischer beziehst? Nur so
ein Hinweis;)
Woodentree, 26. 04. '10 11:55
Re: Man kann es drehen und wenden wie man will ...
Okay, seh ich ein. Sehe ich zwar anders (weil es mE nach ein Unterschied ist, einfach nicht zu gehen oder einen leeren Stimmzettel abzugehen - siehst du anders, hab ich schon begriffen, ist aber meine Meinung), aber jedem das seine. Warum ich mich auf Fischer beziehe? Weil er meiner Ansicht nach eine gute Alternative war. Damit ist es aber noch lange kein Fakt. Das wollte ich damit sagen. :-)
Vasant, 26. 04. '10 13:07
an Woodentree
Mich haben alle 3 Kandidaten nicht wirklich überzeugt,
aber ich sehe es als "Pflicht" eine Entscheidung
abzugeben, da es um Österreich und die Politik in
diesem Lande geht, welche ich schon lange nicht
mehr ernst nehmen kann und will.

Unsere Politiker sollten sich halt mehr für Österreich
und nicht für die EU Politik einsetzen und da sehe ich
bei allen Ämtern und Parteien eine fehlende Bereitschaft.

Die Tatsache, dass sich Fischer keiner Debatte im
z.B. Fernsehen gestellt hat finde ich ebenfalls nicht
richtig, weil das signalisiert Desinteresse und das
erwarte ich mir mit Sicherheit nicht von einem BP.

Schade um das Budget für diese Wahl, denn das
Geld hätte man sinnvoller einsetzen können;)