Versuchte Nötigung von H.C Strache? BZÖ-
Mandatar Stadler an die Justiz ausgeliefert
- Gegenattacke: Schwere Vorwürfe gegen FPÖ-Chef
- Streit um die Weitergabe von Straches Jugendfotos

·FPÖ empört über
Anti-Strache-Rap
Kickl sieht Verbindung
zur SPÖ. Diese verneint
·Neo-Nazismus? Geist,
"der nicht existiert"
Strache gibt israelischer Zeitung Skandalinterview
BZÖ-Abgeordneter Stadler wurde am Ende der donnerstägigen Nationalratssitzung an die Justiz ausgeliefert. Ihm wird versuchte schwere Nötigung von FPÖ-Chef Strache im Zusammenhang mit der Veröffentlichung von Jugend-Fotos des freiheitlichen Obmanns bei mutmaßlichen Wehrsportübungen vorgeworfen.
Stadler soll versucht haben, Strache mit der Androhung der Veröffentlichung der Fotos unter Druck zu setzen, behauptet der Chef der Freiheitlichen. Der BZÖ-Mandatar weist die Vorwürfe zurück und glaubt sogar, dass Strache aus der Verhandlung als Beschuldigter herauskommen könnte, wie er am Ende der Sitzung erklärte. Er wolle sich in der Gerichtsverhandlung selbst verteidigen und auch den Zeugen Strache befragen, so Stadler "vorfreudig".
Stadler erklärte neuerlich, dass Strache selbst die Fotos an die Medien gespielt habe. Er drehte den Spieß um und meinte, im Konflikt um die damalige freiheitliche Akademie, als deren Leiter Stadler 2006 von Strache entmachtet wurde, von Strache selbst unter Druck gesetzt worden zu sein. Er lud die Abgeordneten ein, an der Verhandlung teilzunehmen und sich rechtzeitig "Sitzplätze zu sichern". Zur Verteidigung Straches rückte der Abgeordnete Walter Rosenkranz aus, der alle Anwürfe zurückwies. Der FPÖ-Chef selbst war nicht anwesend.
Bei den Grün-Mandataren Öllinger und Schatz wurde dem Ansinnen der Bundespolizeidirektion Wien nach Aufhebung der Immunität nicht stattgegeben.
(apa/red)
