Rosenkranz? "Ich weiß es wirklich nicht":
FPÖ-Funktionärin verblüfft mit Nichtwissen
- Heinz Fischer? "Bundeskanzler sag' ich jetzt mal"
- Widersprüche bei Rechtfertigung der Freiheitlichen
Hier in den Ö3-Mikromann-Mitschnitt REINHÖREN

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auf der rechten Spur
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Wissen Sie, für welches Amt Barbara Rosenkranz kandidiert? Wenn ja, dann sind Sie schon mal um einiges schlauer als Catrin Kerschhaggl, ihres Zeichens amtierende Narzissenkönigin. Prinzipiell wäre das ja nicht tragisch, schließlich muss man sich nicht für Politik interessieren. Blöd nur, wenn die befragte Person gleichzeitig auch Funktionärin bei der FPÖ ist ...
Genauer gesagt füllt Kerschhaggl die Funktion der FPÖ-Jugendsprecherin im oberösterreichischen Bezirk Wels-Land aus. Und diese erwischte der berühmt-berüchtigte Ö3-Mikromann, Tom Walek, auf offener Straße auf falschem Fuß. Der für seine teils bösartigen Späße bekannte Radio-Comedian offenbarte beim blauen Nachwuchs eklatante politische Wissenslücken, als er Kerschhaggl auf den Wiener Straßen mit ausgesprochen einfachen Fragen löcherte.
Diese betrafen unter anderem auch die eigene Partei. Wofür Barbara Rosenkranz derzeit kandidiert, das konnte die 27-Jährige partout nicht beantworten. Zumindest aber hat sie schon von ihr gehört. Der Aufklärung von Walek ("Sie ist Bundespräsidentschaftskandidatin") folgte nur ein peinlich berührtes "Ach ja", und dann Gelächter.
Weiter ging es mit fundamentalem Nichtwissen beim Amt des Bundeskanzlers. Auf die Frage, ob Josef Pröll oder Werner Faymann diese Position bekleiden, antwortete Kerschhaggl: "Sag' ich den ersten. Aber mir sagen beide Namen nichts." Beim Namen Heinz Fischer klingelte es dann aber gehörig: "Ich glaub', das ist er. (...) Bundeskanzler, sag' ich jetzt mal."
Widersprüche innerhalb der FPÖ
"Sie war auf einem Festl und gut drauf, da hat sie einfach herumgeblödelt", versucht Ewald Pauliuk, FPÖ-Bezirksgeschäftsführer in Kerschhhaggls Bezirk, die ganze Angelegenheit herunterzuspielen. "Ich kenne sie, ich weiß, dass sie nicht so blöd ist", verteidigt er seine Jungfunktionärin gegenüber NEWS.at. Parteiinterne Konsequenzen drohen der Narzissenkönigin keine, "es reicht ja, dass sie jetzt damit leben muss".
Eine andere Version der Rechtfertigung gibt es allerdings aus dem Büro von Manfred Haimbuchner zu hören, Chef der oberösterreichischen FPÖ und gleichzeitig Obmann in Kerschhaggls Bezirk. Dessen Pressesprecher, Gert Bachmann, schildert die Situation gegenüber NEWS.at folgendermaßen: "Anfangs war es ein normales Gespräch, bis plötzlich ein Mikro aufgetaucht ist. Dadurch ist sie vermutlich nervös geworden".
Die Betroffene selbst, Catrin Kerschhaggl, wollte dazu keine Stellungnahme abgeben.
(hoa)
