Mutprobe endet mit tödlicher Verbrennung:
16-Jähriger gerät in die Oberleitung der ÖBB
- Salzburg: Lässt sich von Eisenbahnbrücke pendeln
- Notärztlich versorgt - Stirbt in Linzer Spezialklinik

Zum tödlichen Verhängnis ist für einen 16-jährigen Jugendlichen offenbar eine Aktion aus Übermut im Salzburger Stadtteil Gnigl geworden: Der Teenager ließ seinen Körper vom Vordach einer Eisenbahnbrücke pendeln und geriet dabei in den Stromkreis einer Oberleitung der ÖBB. Er begann zu brennen und fiel auf das Dach eines Containerwaggons. Der Türke erlag später seinen schweren Verletzungen in einer Spezialklinik in Linz, erklärte die Polizei.
Nach bisherigen Ermittlungsstand ist der Verunglückte mit einigen Freunden nach dem Fußballspielen auf dem nahe gelegenen "SSK"-Platz über die Eichbrücke stadteinwärts gegangen, teilte Polizeijurist Christian Eichinger mit. Aus Übermut soll dann der Teenager über das Brückengeländer auf das Vordach geklettert sein.
Obwohl ein Gefahrenschild auf die Gefährlichkeit der darunter liegenden Hochspannungsleitung der Eisenbahn hinwies und auch seine Freunde ihn davor warnten, "dürfte er weiter nach unten geklettert sein, wobei er sich lediglich mit den Händen festhielt und seinen Körper nach unten hängen ließ. Dadurch gelangte er in den Stromkreis und stürzte auf den darunter stehenden Containerwaggon", hieß es in der veröffentlichen Aussendung der Polizei.
Die alarmierten Einsatzkräfte des Roten Kreuzes und der Feuerwehr konnten dem brennenden Teenager erst helfen, nachdem der Einsatzleiter der ÖBB den Strom abgeschaltet hatte - sonst wären auch die freiwilligen Helfer in den Stromkreis geraten. Der Schwerstverletzte wurde nach der Bergung vom Waggon notärztlich versorgt und ins Spital gebracht. Laut Polizei sind "bis 70 Prozent seiner Hautoberfläche verbrannt". Der Jugendliche starb im Krankenhaus in Linz.
(apa/red)
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