Montag, 10. Mai 2010

Mutprobe endet mit tödlicher Verbrennung:
16-Jähriger gerät in die Oberleitung der ÖBB

  • Salzburg: Lässt sich von Eisenbahnbrücke pendeln
  • Notärztlich versorgt - Stirbt in Linzer Spezialklinik

Zum tödlichen Verhängnis ist für einen 16-jährigen Jugendlichen offenbar eine Aktion aus Übermut im Salzburger Stadtteil Gnigl geworden: Der Teenager ließ seinen Körper vom Vordach einer Eisenbahnbrücke pendeln und geriet dabei in den Stromkreis einer Oberleitung der ÖBB. Er begann zu brennen und fiel auf das Dach eines Containerwaggons. Der Türke erlag später seinen schweren Verletzungen in einer Spezialklinik in Linz, erklärte die Polizei.

Nach bisherigen Ermittlungsstand ist der Verunglückte mit einigen Freunden nach dem Fußballspielen auf dem nahe gelegenen "SSK"-Platz über die Eichbrücke stadteinwärts gegangen, teilte Polizeijurist Christian Eichinger mit. Aus Übermut soll dann der Teenager über das Brückengeländer auf das Vordach geklettert sein.

Obwohl ein Gefahrenschild auf die Gefährlichkeit der darunter liegenden Hochspannungsleitung der Eisenbahn hinwies und auch seine Freunde ihn davor warnten, "dürfte er weiter nach unten geklettert sein, wobei er sich lediglich mit den Händen festhielt und seinen Körper nach unten hängen ließ. Dadurch gelangte er in den Stromkreis und stürzte auf den darunter stehenden Containerwaggon", hieß es in der veröffentlichen Aussendung der Polizei.

Die alarmierten Einsatzkräfte des Roten Kreuzes und der Feuerwehr konnten dem brennenden Teenager erst helfen, nachdem der Einsatzleiter der ÖBB den Strom abgeschaltet hatte - sonst wären auch die freiwilligen Helfer in den Stromkreis geraten. Der Schwerstverletzte wurde nach der Bergung vom Waggon notärztlich versorgt und ins Spital gebracht. Laut Polizei sind "bis 70 Prozent seiner Hautoberfläche verbrannt". Der Jugendliche starb im Krankenhaus in Linz.

(apa/red)

10.5.2010 09:32
keinauto, 26. 04. '10 15:10
Mutprobe!
Schrecklich! Aber was denkt sich so ein Jugendlicher.
brabus, 26. 04. '10 09:56
Tod durch Übermut
Den hat der Junge sicher nicht verdient. Aber gegen Dummheit ist eben kein Kraut gewachsen. Und wer Gefahrenhinweischilder ignoriert dem kann wirklich nicht geholfen werden, noch dazu wenn seine Freunde ihn gewarnt haben.
sidestep, 25. 04. '10 09:38
Geschieht ihm recht
Da kann man nur sagen, er hat die Höchststrafe erhalten - geschieht ihm recht! Ich bin vor mehr als vierzig Jahren auch 16 gewesen. So ein Stumpfsinn, micht übert eine Stromleitung zu hängen wäre mir aber nie im Leben eingefallen zumal in der Presse immer wieder von den "Eisnebahnsurfern" und deren tödliche Unfälle berichtet wird. Wer so dumm ist, dem kann man halt nicht helfen. Ich weiß, dass mich nun die ganze Welt hier angreifen wird. Aber ich mache aus meinem Herzen keine Mördergrube. Leid tun mir nur die Eltern, die in Ihrem Schmerz nicht mehr wissen, warum ihr Kind so blöde war und sie in einen seelischen Abgrund gestoßen hat.
wong, 25. 04. '10 14:02
Re: Geschieht ihm recht
dir sollte man das handwerk legen, du ekelst mich an - jugendlicher übermut, vielleicht durch medienberichte unbewusst gefördert, unerfahrenheit -mein mitleid gehört der familie und seinen freunden!