Donnerstag, 15. April 2010

Wird Führerschein in Zukunft befristet? EU sieht regelmäßige Gesundheits-Checks vor

  • Entscheidung über EU-Richtlinie erfolgt bis Jahresende
  • Symposium zum Thema: "Zu alt zum Autofahren?"

Alte Menschen im Straßenverkehr "sind keine unkontrollierten Raketen, die auf einen zukommen", sagte der frühere Innenminister und heutige SPÖ-Seniorenchef Blecha im Rahmen eines Symposiums der Ärztlichen Kraftfahrvereinigung Österreichs (ÄKVÖ) gemeinsam mit dem ÖAMTC in Wien. Blecha glaubt, dass Ältere kooperativer, vorsichtiger und weniger aggressiv unterwegs seien.

Ein Befristung von Führerscheinen ab einem bestimmten Alter sei für ihn eine Form der Altersdiskriminierung. Für regelmäßige Gesundheits-Checks spreche laut Blecha vieles, "aber nicht eingegrenzt auf eine bestimmte Altersgruppe". Maßnahmen dürften nicht dazu führen, Ältere vom Kraftfahrzeug fernzuhalten. "Alter ist kein Unfallrisiko", betonte er. Der Führerschein sei für viele alte Menschen ein Beweis der Selbstbestimmung, der Wertschätzung - auch dann, wenn der Schein gar nicht mehr benutzt wird.

Strikt gegen Sonderregelungen für bestimmte Altersgruppen sprach sich der deutsche Psychologe Oswald Wolf aus. Europäer leben in einer Gesellschaft, in der "jeder ärztlich weitgehend versorgt ist", sagte er. "Wir sind nicht irgendwo in Afrika". Jeder habe seinen Hausarzt oder Angehörige, die regulierend eingreifen, meinte er. Regelmäßige Gesundenuntersuchungen bringen seiner Ansicht nach "in der Regel nichts". Das, was vom Arzt untersucht würde, hätte keinen realen Zusammenhang mit den tatsächlichen Unfallursachen im Straßenverkehr.

Bis 2030 wird der Anteil der über 60-jährigen Bevölkerung in Österreich auf mehr als ein Drittel anwachsen. In einigen europäischen Ländern ist ein Gesundheits-Check für Autofahrer bereits Pflicht. Die Sinnhaftigkeit der Maßnahme wird kontrovers diskutiert. Österreich hat bis Jahresende - mit der Umsetzung der neuen EU-Führerscheinrichtlinie - Zeit zu entscheiden, ob es verpflichtende Gesundheitstest geben soll und in welcher Form.

(apa/red)

15.4.2010 16:16
gerich, 26. 04. '10 09:19
Selbstversorger
Ein älterer Mensch kann sehr wohl abschätzen ob er noch Fahrtauglich ist. Ein älterer Mensch mit FS ist auch noch ein Selbstversorger gerade auf dem Land wo nicht um jede Ecke ein Geschäft ist. Viel wichtiger ist, dass in gewissen abständen eine Infoveranstaltung, für alle Altersgruppen, besucht werden muss, z.B. wie verhalte ich mich vor und in einem Kreisverkehr, wie verhalte ich mich vor Kreuzungen, neue Verkehrszeichen, Benimmregeln (Strassenkameradschaft nicht Stinkefinger).
m3dicus, 16. 04. '10 11:26
Hier gehts nicht nur ums Geld!
Sondern auch um einen weiteren Tropfen in das Fass der Intoleranz gegenüber älteren Menschen!

Überall kommt Stück für Stück mehr Propaganda gegen unsere älteren Mitmenschen zusammen, damit wir Jungen den wachsenden Eindruck gewinnen, sie wären nur eine Belastung für die Gesellschaft.
Dabei sind ältere Menschen durch ihre weitreichende Lebenserfahrung vor allem eine Belastung für unsere Politiker, weil sie skeptischer sind als die meisten Jungen, die bereits durch Fernsehen und neue Schulsysteme von Klein auf manipuliert worden sind.

Irgendwann läuft dieses Fass über und es ist schließlich eine Generation am Steuer, für die aktive Euthanasie der, für die Allgemeinheit unnütz und unwirtschaftlich gewordenen "Alten", eine diskutable Lösung geworden ist!
mfp7764, 16. 04. '10 07:13
was noch alles
diese überbezahlten idioten von brüssel haben wir gebraucht.haben nichts anderes zu tun als den bürgern das wasser abzugraben.wo ist das geliebte österreich und der goldene schilling denn wir hatten.es war alles viel besser damals.
Frustriert, 16. 04. '10 01:06
Vorsichtsmaßnahme
Ausnahmsweise kann ich in diesem Fall doch Sinn erkennen. Aufgrund einer so genannten "funktionellen Einsichtigkeit" (ein Auge sieht kaum) habe ich seit meinem 18. Lebensjahr den Führerschein immer nur für 5 Jahre bekommen. Klar, früher musste ich bloß zum Amtsarzt zu einer Untersuchung und der FS wurde verlängert. Jetzt muss ich jedes Mal einen neuen FS ausstellen lassen. ABER: Viele Ärzte melden nicht, wenn jemand z. B. Diabetiker wird oder plötzlich an Demenz leidet. Mein Schwiegervater hatte einen dermaßen hohen Blutzuckerwert, dass er in seinem eigenen Ort auf Einbahnen vergaß und gegen die Richtung fuhr. Wir wissen alle, dass die Sehfähigkeit durch Diabetes beeinträchtigt wird. Also entweder werden die Ärzte etwas verantwortungsbewusster oder die Fahrtüchtigkeit wird überprüft.
meinungsfreiheit, 15. 04. '10 19:46
Gut für unsere Sicherheit
ich bin selbst schon über 60, kenne aber alte Leute, für die es nur noch einen zweiten Gang gibt, die mit 30 oder 40 kmh durch die Gegend zockeln (nicht auf ein bestimmtes Alter beschränkt) oder wenn sie in den Nachbarort fahren, einen Umweg von 50 km fahren, weil sie sich nicht mehr auskennen.
Man könnte dadurch auch Alkoholikern auf die Spur kommen, ich kenne genug davon, die das Glück hatten, noch nie kontrolliert worden zu sein, jedoch regelmäßig, sprich jeden Tag, schwer alkolisiert sich hinters Steuer setzen.
Ich würde diese Limitierung begrüßen.
brabus, 15. 04. '10 18:51
EU
Kam von denen schon jemals irgendwas Vernünftiges ? Kosten uns Unmengen von Geld für nix.
Vasant, 15. 04. '10 20:16
Re: EU
Nein, da kommen nur Erlagscheine;)
different-view, 15. 04. '10 18:37
dumm-dümmer-Brüssel
ich frag mich,was diese hirnlosen deppen in Brüssel als nächstes aushecken ? Die Affen sollten selbst mal einen Test machen, ob sie überhaupt noch zurechnungsfähig sind. Ich bin sicher, da kommt keiner von denen durch !
Aber mir egal, von mir aus können sie mich jetzt mit 40 als Fahruntauglich einstufen, so geh ich halt in Frührente !
Ich bin dafür, daß nur ältere Politiker regieren sollten, denn ich nehme an, daß dieser Blödsinn von Jungen stammt. Heute ist man mit 70 noch nicht so alt, daß man nicht mehr Autofahren kann ( je nach Verfassung). Das Ziel dürfte wie schon gesagt eine weitere Einnahmequelle sein und auch daß die vielen Autofahrer von der Strasse verschwinden. Nur ist das der falsche Ansatz...
MyHomebound, 15. 04. '10 19:35
Re: dumm-dümmer-Brüssel
Ja, genau diese geistigen Rülpser aus Brüssel sind so unnötig wie Warzen am Hinterteil. Arbeiten kannst - ohne Gesundheitscheck bis zum Nimmerleinstag, da bist gesund genug...bringt ja auch kein Geld in die Kassen um dann auf Kosten der anderen zu prassen...genauso wie Quecksilber aus Fieberthermometern verbannt wurde um genau dieses dann mit der Energiesparlampe wieder einzuführem, aber gleichzeitig wieder wegen der Umwelt schreien und die Hand aufhalten..der Verein ist ja sowas von abgehoben
Vasant, 15. 04. '10 17:41
Die EU sieht also eine weitere Geldquelle;)
Diese "Tests" werden dann Kosten beinhalten und eventuell
Schulungen, Therapien und andere Maßnahmen, wenn man
seinen "Deckel" behalten will.

Na dann bin ich mal gespannt, warum man das Arbeitsalter
anhebt, wobei doch viele gesundheitlich nicht in der Lage
sind einen Job unter den Bedingungen auszuüben!? Das
heißt also, wenn ich mit 60ig Jahren nicht mehr fahren
kann, dann muss ich auch nicht mehr arbeiten gehen;)

Mich kotzt diese Brüssel Politik schon so an und es ist
eine Zumutung wie man in das Persönlichkeitsrecht von
uns allen eingreifen will und im Namen der Gesundheit
nun eindeutig auch noch mehr Profit machen will!

Ich bin dafür, dass EU Politiker nicht über 45ig sein
dürfen, weil der Kalk sichtlich das Gehirn zerfrisst!

PUNKT!
sidestep, 15. 04. '10 17:51
Re: Die EU sieht also eine weitere Geldquelle;)
Es geht immer ums Geld. Ich habe mit meiner Tochter den L-17-Fschein gemacht. Ich musste 3.000 (!) Kilometer fahren (nachweislich -führen einer Liste mit Angabe jeder Fahrt und der gefahrenen Kilometer). Ein 18-jähriger fährt 20 Stunden (wenn überhaupt) macht in dieser Zeit vielleicht 700 Kilometer und wird ohne weiteres zum Verkehr zugelassen werden. Ich muss nach einem Jahr eine Überprüfungsfahrt beim ÖAMTC mit Ihr machen (natürl. kostenpflichtig) muss eine Überprüfungsfahrt mit der Fahrschule machen (kostenpflichtig) und erst dann hat die Sache ein Ende. Bei den Hunden ist es genauso. Da sind halt die Hundevereine dahinter das kassiert wird und bei den Führerscheinen für die alten Menschen gehts wieder ums Geld. Alle wollen immer nur kassieren. Wo das Geld herkommt interessiert niemand!
Vasant, 15. 04. '10 18:03
an sidestep
Gebe ich dir recht! Es geht hier absolut nur um das Geld,
aber dann drehen wir den Spieß halt um! Wenn mir die
EU sagt, dass ich mit z.B. 60ig nicht mehr fahren darf,
dann werd ich auch nicht mehr bis 65ig od. vielleicht
sogar dann schon 70ig arbeiten gehen!

Wenn ich Brüssel oder das Wort bzw. die Buchstaben
EU schon höre, dann kommt mir das Kotzen! Wie konnte
man Österreich nur so "verschenken". Eine Schande!
MyHomebound, 15. 04. '10 19:25
Re: Die EU sieht also eine weitere Geldquelle;)
Jede EU-Idee ein Desaster - aber auf jeden Fall eine NEUE GELDQUELLE