DAS ENDE DER PLEITEKLUBS
- Tino Teller über die neue Vernunft im Fußball

Nicht nur die Griechen haben in den vergangenen Jahrzehnten offensichtlich weit über ihre Verhältnisse gelebt. Auch der österreichische Profifußball taumelte schon des Öfteren am finanziellen Abgrund und von einer Pleite in die nächste, um mit den Meisterteams FC Tirol, GAK oder Sturm Graz nur die spektakulärsten Fälle aufzuzählen. Aber unser Klubfußball hat anscheinend doch noch rechtzeitig die Kurve gekriegt und sich von ungedeckten Schecks und einer ausufernden Großmannsucht verabschiedet. Dafür darf man die Verantwortlichen auch ruhig einmal vor den Vorhang bitten. Abgesehen vom Sonderfall Kärnten haben heuer nämlich alle Vereine der höchsten Spielklasse gleich im ersten Anlauf die Lizenz ohne weitere Auflagen bekommen. Ein Erfolg, der bei allen negativen Erfahrungen der Vergangenheit nicht hoch genug bewertet werden kann. Noch dazu, wo im abgelaufenen Europacupjahr auch die sportliche Bilanz gestimmt hat, mit dem besten Abschneiden auf internationaler Ebene seit langem. Und einer mittlerweile über die Grenzen des Landes hinaus als vorbildlich geschätzten Nachwuchsarbeit in den Fußballakademien. Bleibt jetzt nur zu hoffen, dass diese neue Vernunft in der Bundesliga tatsächlich auch von Dauer ist.
