Mittwoch, 14. April 2010

Ex-Hypo-Chef Kulterer nun "Beschuldigter":
Justiz wirft ihm Verdacht der Untreue vor

  • Hintergrund ist ein Anlassbericht der SOKO Hypo
  • Kreditvermittlung an bekannten Privatdetektiv

Das Nachrichtenmagazin NEWS berichtet in seiner morgen erscheinenden Ausgabe, dass die Staatsanwaltschaft Klagenfurt in der Causa Hypo nun den früheren Hypo-Chef Wolfgang Kulterer als "Beschuldigten" führt.

Für die Justiz ist Kulterer nun verdächtig, das Verbrechen der Untreue nach dem § 153 StGB Abs 1 und 2 zweiter Fall begangen zu haben.
Hintergrund der neuen Lage sind ein Anlassbericht der SOKO Hypo und Anzeigen der Bank, bei denen es um einen von Jörg Haider vermittelten Kredit an den aus der Lucona-Affäre bekannten Privatdetektiv Dietmar Guggenbichler geht.

Die Justiz wirft Kulterer vor, er habe seine "ihm eingeräumte Befugnis über fremdes Vermögen wissentlich missbraucht", indem er Mitarbeiter der Hyo angewiesen habe, dem "im Wesentlichen vermögenslosen Guggenbichler", der zur Darlahensrückzahlung nicht in der Lage gewesen sei, "ohne werthaltige Sicherung" einen Kredit in Höhe von 150.000 Euro zu gewähren.
Kulterer habe dadurch einen Schaden herbeigeführt, der den Betrag von 50.000 Euro überschreite.

Mehr über die Hypo-Affäre lesen Sie im aktuellen NEWS 15/10!

14.4.2010 15:42
Hugoport, 15. 04. '10 17:23
Wer unterzeichnet solche Verträge
Für solche Geldentscheidungen müssen ja Menschen Verantwortung tragen. Die gehören eingesperrt. Es ist ja unglaublich, wie verantwortungslos hier mit fremden Geldern um gegangen wird.
clsc, 14. 04. '10 16:40
wäre rasch an der zeit
eine persönliche haftung für fehlentscheidungen bei, dem normalen überschreitenden, risken und bei fahrlässigen verhalten bei bestbezahlten managern, die mehr als das 10-fache eines durchschnittverdieners erhalten,einzuführen. jeder kleine selbständige haftet ja auch mit haus und hof für seine entscheidungen und hat kaum mehr gewinn als den duchschnittliche verdienst. die persönlich haftung für die vertragsgeber würde sicherstellen, dass nicht parteifreunde sondern fachleute mit managementaufgaben betraut werden. warum das nicht sofort umgesetzt wird soll uns mal ein politiker erklären.
Sensor, 14. 04. '10 18:46
Re: wäre rasch an der zeit
Völlig richtig!
Parteien suchen aus ihren Reihen unterwürfige, teilentmündigte Funktionäre aus und diese Funktionäre wählen aus ihrer Klientel wieder unfähige Parteischleimer aus ", die ohne Partei nichts sind "(O-Ton Sinowatz). Wie kommen die tatsächlich arbeitenden Österreicher dazu, dass sie Schmarotzer durchfüttern?
keinbrauner, 15. 04. '10 09:17
Re: wäre rasch an der zeit
bin Ihrer Meinung, nur mit dem 10-fachen haben Sie sich um ein null geirrt. Bankmanager verdienen das 100-fache eines normalen Angestellten.
Viennese, 14. 04. '10 16:31
Wann endlich....
....kommt dieses gesindel endlich auf längere Zeit hinter Gitter? Gleich dazu diese Damen und Herren welche diesen Gaunern solche Verträge gegeben haben. Ganz Österreich stöhnt und diese Typen spielen Dagobert Duck!.