Red Bull Meistertitel wieder Schritt näher: Salzburg will aber noch keine Gratulationen
- Stevens nach 2:0 gegen Ried: "Bleiben am Boden"
- Vorsprung auf Rapid auf acht Punkte ausgebaut

·Salzburger Bullen
voll auf Meisterkurs
Nach 2:0 gegen Ried schon 8 Punkte Vorsprung
·Glücklicher Punkt
für die Wiener Austria
Holen in Kapfenberg zu zehnt Rückstand auf
·Irre Aufholjagd von Sturm gegen Kärnten
Grazer gewinnen nach 0:2-Rückstand noch 3:2
·Torlose Schonkost bei Rapid gegen LASK
Remis hilft Grün-Weiß im
Titelrennen nicht weiter
Red Bull Salzburg darf langsam daran gehen, den Sekt für die Meisterfeier einzukühlen. Der Titelverteidiger baute seinen Vorsprung auf Rapid sechs Runcen vor Saisonende von sechs auf acht Punkte aus. Nachdem der erste Verfolger zu Hause gegen den LASK eine "Nullnummer" fabriziert hatte, fuhr der Spitzenreiter mit dem 2:0 daheim gegen die SV Ried locker einen "Dreier" ein.
Federn lassen musste in der 30. Runde von den großen Vier der Bundesliga auch auch der drittplatzierte FK Austria Wien. Die favorisierten Violetten kamen in Kapfenberg gegen die kampfstarken Hausherren dank eines Tores in letzter Sekunde des früheren KSV-Kapitäns Liendl über ein 1:1 nicht hinaus. Große Mühe hatte auch der SK Sturm Graz, der vor eigenem Publikum nach 0:2-Rückstand Schlusslicht Austria Klagenfurt noch 3:2 bezwang.
Auch wenn im Titelkampf wohl eine Vorentscheidung gefallen ist, Gratulationen nehmen die in dieser Saison zu Hause ungeschlagenen "Bullen" nicht entgegen. "Wir müssen am Sonntag in Linz gewinnen, dann schaut es gut aus", meinte Mittelfeldmann Christoph Leitgeb, der unbedingt den Titel erfolgreich verteidigen und in die Champions League will. Franz Schiemer gab sich nach dem "verdienten Sieg" ebenfalls noch reserviert: "Wir werden erst zu feiern beginnen, wenn theoretisch nichts mehr passieren kann."
Neuer Klub-Rekord
Als "Schritt in die richtige Richtung" stufte der Chef das 2:0, das 19. Liga-Spiel ohne Niederlage (Club-Rekord), ein. "Wir sind erst dann Meister, wenn uns die Gegner nicht mehr einholen können. Wir bleiben auf dem Boden", bremste Trainer Huub Stevens jegliche Euphorie. Dass sich seine Elf während einer Partie immer Auszeiten nehme, ärgert ihn riesig. "Das zeigt, dass wir uns noch immer steigern können", merkte der Niederländer kritisch an.
Die Rieder sind seit 24. August 2002 (3:1) in Salzburg und aktuell in der Liga sechs Runden sieglos. "An der Kraft hat es nicht gefehlt", stellte Abwehrspieler Thomas Burgstaller fest und nannte unverblümt den Grund: "Wir scheißen uns in die Hose." Peter Hackmair denkt schon an das Cup-Halbfinale am Mittwoch daheim gegen Sturm Graz: "Unser Ziel ist jetzt klar. Wir wollen den Cup gewinnen."
(apa/red)
