Dienstag, 13. April 2010

Rapid will Salzburg unter Druck setzen:
Wiener im Bundesliga-Titelkampf gefordert

  • Pacult: 'Zeigen, dass Titelkampf nicht entschieden ist'
  • LASK hofft als Gast auf faire Behandlung der Schiris

Im Kampf um den Meistertitel hat Rapid heute (20.30 Uhr LIVE auf NEWS.at) die Möglichkeit, zum Auftakt der 30. Bundesliga-Runde abermals vorzulegen und so den Druck auf Spitzenreiter Red Bull Salzburg etwas zu erhöhen. Die Hütteldorfer bekommen es vor eigenem Publikum mit dem LASK zu tun und könnten mit dem fünften Liga-Sieg en suite den Rückstand auf die Mozartstädter zumindest bis Mittwoch auf drei Punkte reduzieren.

"Wir wissen genau, dass wir in dieser Phase voll punkten müssen und sind auch optimistisch, dass wir das schaffen", erklärte Trainer Peter Pacult. Die Hoffnung auf den Titelgewinn hat der Wiener noch lange nicht aufgegeben. "Wir stehen gut da und müssen das Unsere tun, dass das weiter so ist. Wir wollen den Salzburgern zeigen, dass der Titelkampf noch nicht entschieden ist."

Respekt vor LASK
Vor den Linzern zeigte der 50-Jährige allerdings Respekt. "Sie hatten im Frühjahr Aufs und Abs und sind sicher ein unangenehmer Gegner. Für sie geht es praktisch um nichts mehr, die Mannschaft hat aber Qualität", sagte Pacult über die Oberösterreicher. Der Trainer muss verletzungsbedingt auf Veli Kavlak, Helge Payer und Markus Katzer verzichten, hinter dem Einsatz von Yasin Pehlivan steht noch ein Fragezeichen.

Die jüngsten Diskussionen über die Schiedsrichterleistungen, die mit dem Abseitstor von Austria-Stürmer Roland Linz gegen Sturm Graz weiter angeheizt wurden, wollte der Betreuer nicht überbewerten. "Solche Entscheidungen sind für den betroffenen Club natürlich hart, aber die Schiedsrichter machen das ja nicht absichtlich. Ich glaube, übers Jahr gesehen muss sich keiner beschweren", vermutete Pacult.

Kraft schürt Schiedsrichter-Diskussion
Etwas anderer Ansicht ist da schon sein LASK-Kollege Helmut Kraft. Der Tiroler sieht in punkto Schiedsrichtergunst Mannschaften aus der "Provinz" im Vergleich zu Wiener Vereinen im Nachteil und hat mit Blick auf Referee Louis Hofmann, der im Hanappi-Stadion pfeift, Bedenken. "Weil ich mit ihm schon negative Erfahrungen gemacht habe. Aber ich hoffe, dass ich in meiner Meinung nicht bestätigt werde."

Kraft fürchtet vor allem die Stimmung in Wien-Hütteldorf. "Rapid ist im Hanappi-Stadion sehr stark. Die Zuschauer stehen hinter der Mannschaft, und dadurch lassen sich auch Schiedsrichter beeinflussen." Doch auch unabhängig vom Unparteiischen geht Rapid als Favorit in die Partie. "Mit einem Punkt wären wir schon zufrieden", betonte Kraft, dem als Trainer noch nie ein Auswärtssieg gegen die Grün-Weißen gelang und dessen Club seit 27. Mai 2000 (1:0) auf einen Sieg im Hanappi-Stadion wartet.

(apa/red)

13.4.2010 17:49