Tödliche Anschläge auf Flüchtlingslager:
Mindestens 41 Menschen sterben in Pakistan
- Bei zwei Explosionen werden 60 Personen verletzt
- Detonationen ereignen sich bei Essensverteilung
Zwei Selbstmordattentäter haben in einem Flüchtlingslager in Pakistan 41 Menschen in den Tod gerissen und mehr als 60 weitere verletzt. Der erste Attentäter sprengte sich inmitten einer Warteschlange von Flüchtlingen in die Luft, die auf die tägliche Essensausgabe warteten. Als die Rettungsarbeiten gerade angelaufen waren, zündete ein zweiter Terrorist seinen Sprengstoffgürtel.
Das Lager soll Menschen aus dem Nordwesten Pakistans Zuflucht bieten, die vor Angriffen der radikalislamischen Taliban und Offensiven der pakistanischen Armee an der Grenze zu Afghanistan geflüchtet waren.
Die beiden Sprengsätze gingen im Abstand von wenigen Minuten hoch. Beide Attentäter waren in Burkas gehüllt - lange Gewänder, mit denen sich Frauen in weiten Teilen Afghanistans und Pakistans vor männlichen Blicken schützen. Bei den meisten Opfern der Anschläge handelte es sich um Mitglieder der Volksgruppen der Mani Khel und Baramad Khel, die zuvor aus ihrem Heimatbezirk Orakzai geflüchtet waren.
Im Nordwesten Pakistans wurden in den vergangenen Monaten hunderttausende Menschen durch Anschläge der Taliban und durch Militäroffensiven gegen die Aufständischen aus ihren Heimatdörfern vertrieben. In den vergangenen zweieinhalb Jahren wurden in Pakistan über 3200 Menschen bei Anschlägen getötet. Die meisten waren von Taliban-Kämpfern verübte Selbstmordattentate.
(apa/red)
Paketfunde in Kanada10:02
Pornostar als Killer?29-jähriger Luka Magnotta soll Bekanntschaft ermordet, zerstückelt und verschickt haben
Caritas-Konferenz13:25
Eine Milliarde hungertSituation ist wegen Dürre und Nahrungsmangel in Afrika am schlimmmsten

