Niki Lauda wettert gegen Luftraumsperre:
"Das war die größte Fehlentscheidung"
- "Es ist noch kein Flugzeug in Aschewolke abgestürzt"
- Airline-Chef: Fluglinien überlegen Klage einzureichen

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Die Luftraumsperre in Österreich wurde aufgehoben. Eine Entscheidung, die, geht es nach den Airlines, schon viel früher hätte fallen sollen. "Die Sperre war, was man heute weiß, vollkommen unnötig", betonte Niki Lauda. "Es ist noch kein Flugzeug in einer Aschewolke abgestürzt", so der Airline-Chef weiter. Dass man nicht früher Messungen durchgeführt und Daten gesammelt hat, ist für ihn unverständlich.
In Österreich hat die Zivilluftfahrtbehörde entschieden, die Verantwortung für den Flugverkehr wieder in die Hände der Airlines und der Piloten zu legen. Damit entscheiden die Fluglinien selbst, ob ein Flieger starten darf oder nicht.
Airlines wollen klagen
Für Lauda ist die Sperre unverständlich: "Diese Überreaktion, die passiert ist, ist vollkommen überzogen gewesen." Alle Airlines überlegen gegen die europäische Luftsicherheitsbehörde Eurocontrol zu klagen", bekräftige er. Die Rechtsanwälte prüfen derzeit den Sachverhalt.
Fly Niki: Einbußen in Millionenhöhe
In ganz Europa wurden hunderttausende Flüge gecancelt. Der Schaden der dadurch entsteht, ist enorm. Allein Fly Niki hat seit dem Flugverbot Einbußen zwischen sieben und zehn Millionen Euro erlitten.
Unverständlich für Lauda ist, warum nicht sofort Messungen durchgeführt wurden. "Man muss Daten und Fakten haben und erst danach eine Entscheidung treffen. Diese Entscheidung wurde absolut aus dem Bauch heraus getroffen, ohne fundierte Daten, ob Flugzeuge gefährdet sind oder nicht."
Mit seiner Meinung steht Niki Lauda nicht alleine da. "Es ist gut, dass die Sperren endlich aufgehoben sind", zeigt sich auch AUA-Sprecherin Pia Stradiot erleichtert. Kritik übt sie an den meteorologischen Messungen. "Es gibt keine klaren Regelungen, wer wann was misst und es gibt keine klaren Grenzwerte."
(pc)
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