NS-Lieder bei einem Rosenkranz-Auftritt:
Fragwürdige Rede bei Sonnwendfeier 2008
- profil: FP-Kandidatin bei Treffen in Klosterneuburg
- Rechtsextreme "Landsmannschaft" organisierte Feier

·Rosenkranz bricht Wahlkampfauftritt ab
Fühlte sich durch Kund- gebung der SJ bedroht
·Erwartungen sind nicht mehr allzu groß
Barbara Rosenkranz
hofft auf 17 Prozent
·82 Prozent würden Heinz Fischer wählen
Rosenkranz erhält laut Umfrage höchstens 14 %
·Strache lässt seine
Kandidatin hängen
Wahlkampfauftakt von
Rosenkranz ohne FP-Chef
Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, trat FP-Präsidentschaftskandidatin Barbara Rosenkranz im Juni 2008 auf einer Sonnwendfeier bei Klosterneuburg als Rednerin auf. Der Zutritt zu der von der rechtsextremen "Österreichischen Landsmannschaft" organisierten Feier war handverlesenen Gästen vorbehalten, die eine Einladung vorweisen mussten. Auf einem Tisch lagen Burschenschafter-Broschüren und Aufkleber gegen das NS-Verbotsgesetz zur freien Entnahme.
Nach den Ansprachen diverser Burschenschafter, bei denen das Erbe der "völkischen Vorfahren" beschworen und die "Verweichlichung unserer Gesellschaft" kritisiert wurde, hielt Ehrengast Barbara Rosenkranz eine Feuerrede. "Jede Hure" finde "großes öffentliches Interesse, jeder Transvestitenrummel eine wohlwollende Berichterstattung", sagte sie: "Die mütterliche Frau dagegen - wenn überhaupt wahrgenommen - wird als Beispiel eines veralteten Rollenbildes allenfalls belächelt."
Zum Abschluss sang die deutschnationale Gesellschaft das SS-Lied "Wenn alle untreu werden".
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