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Vier Soldaten kommen in Afghanistan um
- Taliban-Attacke: Weitere fünf Soldaten dabei verletzt
- Angela Merkel bekennt sich zum Bundeswehr-Einsatz

In Afghanistan sind nach Angaben des deutschen Verteidigungsministeriums vier Bundeswehr-Soldaten getötet worden. Die Soldaten sind nahe der Stadt Baghlan in Nordafghanistan unter Beschuss geraten. Fünf weitere deutsche Soldaten seien verwundet worden, einige von ihnen schwer. Die deutsche Bundeskanzlerin Merkel bekannte sich dennoch umgehend zur Fortsetzung des Bundeswehr-Einsatzes am Hindukusch.
Aufständische hätten ein gepanzertes Fahrzeug der Soldaten vermutlich mit einer Rakete beschossen. Die radikal-islamischen Taliban bekannten sich zu dem Angriff. Ein Taliban-Sprecher sagte, bei den Gefechten seien ein Panzerfahrzeug von einer Rakete und drei weitere durch Sprengsätze zerstört worden. Angaben der Taliban sind in der Regel stark übertrieben.
Verteidigungsminister Guttenberg hielt sich am Mittwoch und Donnerstag zu einem Truppenbesuch in Afghanistan auf. Erst am Mittwoch hatte er als Konsequenz aus der sich verschärfenden Sicherheitslage die Verlegung auch schwerer Waffen nach Afghanistan angekündigt. Zugleich hatte er betont, auch die neue Bewaffnung hätte den Tod von drei Bundeswehr-Soldaten bei einem Gefecht am Karfreitag nicht verhindern können. Die Bundeswehr soll schnellstmöglich unter anderem zwei Panzerhaubitzen erhalten, die bis zu 40 Kilometer weit feuern können.
Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich nach dem Tod von vier deutschen Soldaten in Afghanistan zur Fortsetzung des Bundeswehr-Einsatzes am Hindukusch bekannt. Der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan diene nicht nur dazu, Sicherheit für die Menschen in Afghanistan zu schaffen, sondern trage auch zur Sicherheit für Deutschland und die westlichen Demokratien bei, sagte Merkel am Donnerstag während ihres USA-Besuchs in San Francisco. "Wir müssen den Einsatz fortführen", betonte die Kanzlerin. In Afghanistan sind seit 2002 43 deutsche Soldaten ums Leben gekommen.
(apa/red)
