Nuklear-Gipfel bannt illegalen Atomhandel:
Obama will damit "Welt sicherer machen"
- Eindämmung des Handels in nächsten vier Jahren
- 50 Staaten einigen sich auf gemeinsame Erklärung

·Kleine Erfolge bei Obamas Nukleargipfel
Ukraine schafft 90 Kilo Uran aus dem Land
·Obama hat kein Geld
gegen Arbeitslosigkeit
US-Präsident kann seine Versprechen nicht erfüllen
·USA & Russen vereint
gegen die Atombombe
Neuer Abrüstungsvertrag
in Prag unterzeichnet
Ein Bündnis aus fast 50 Staats- und Regierungschefs hat sich erstmals gegen den illegalen Handel mit Nuklearmaterial zusammengeschlossen. Auf dem von US-Präsident Obama initiierten Atom-Gipfel in Washington wurden dazu eine gemeinsame Erklärung und ein Aktionsplan verabschiedet. Ziel ist die Eindämmung des Handels in den nächsten vier Jahren sowie eine strengere juristische Aufsicht.
Diese Vereinbarungen "werden die Welt sicherer machen", sagte Obama. Die Gruppe sei sich einig gewesen, dass der Nuklearterrorismus zu den größten Gefahren für die Weltsicherheit gehöre, sagte Obama zum Abschluss des Gipfeltreffens. In der Erklärung heißt es: "Die Staaten verpflichten sich, zunächst auf freiwilliger Basis, zur Kooperation. Unbefugten soll demnach der Zugang zu radioaktivem Material unmöglich gemacht werden."
Gleichzeitig soll die Rolle der Internationalen Atomenergie-Organisation gestärkt werden. Auch sonst brachte der Gipfel einige konkrete Ergebnisse. Die Ukraine sagte zu, bis 2012 ihren gesamten Bestand an waffentauglichem Uran aufzugeben und für die Wiederaufbereitung in die USA oder nach Russland zu bringen. Auch Kanada und Mexiko wollen ihr hochangereichertes Uran in die USA bringen. Die Supermächte USA und Russland vereinbarten, 34 Tonnen überschüssigen Plutoniums abzubauen. Diese Menge reicht zum Bau von 17.000 Atombomben.
Der Iran hat den USA "atomare Erpressung" vorgeworfen. Washingtons neue Nukleardoktrin sähe ausdrücklich den Einsatz von Atomwaffen gegen Staaten vor, die nicht solche Waffen haben, heißt es in einem am späten Dienstagabend in New York veröffentlichten Brief des iranischen UNO-Botschafters Mohammad Khazaee an Sicherheitsrat, Vollversammlung und Generalsekretär der Vereinten Nationen. Amerikanische Politiker hätten die neue Politik zudem als "starke Botschaft an den Iran" bezeichnet.
(apa/red)
