Dienstag, 13. April 2010

Kleine Erfolge bei Obamas Nukleargipfel:
Ukraine schafft 90 Kilo Uran außer Lande

  • 40 Staatschefs diskutieren über Atom-Terrorismus
  • Einigkeit bei Sicherung von atomaren Materialien

Die Welt soll künftig besser vor möglichen Anschlägen von Atomterroristen geschützt werden. Beim Atomgipfel in Washington verständigten sich führende Politiker aus 47 Staaten auf ein Bündel von Maßnahmen zur Sicherung von Atomwaffen und spaltbarem Material, aus dem Bomben hergestellt werden können. So soll verhindert werden, dass nukleares Material in die Hände von Terroristen gerät.

Unter anderem vereinbarten die Gipfelteilnehmer eine verstärkte Zusammenarbeit bei der sicheren Lagerung und verschärfte Strafmaßnahmen gegen Atomschmuggler. Außerdem sollen Atomreaktoren möglichst mit schwach angereichertem und nicht mehr mit hoch angereichertem waffentauglichen Uran betrieben werden. Allerdings handelt es sich dabei um unverbindliche Absichtserklärungen.

Abkommen zwischen USA und Russland
Es gab aber auch bereits konkrete Schritte zur Verringerung des gefährlichen Nuklearmaterials. US-Außenministerin Clinton und ihr russischer Amtskollege Lawrow unterzeichneten am Rande des Gipfels ein Abkommen zur Vernichtung von je 34 Tonnen Plutonium ab 2018. Das ist genügend Material zur Herstellung von 17.000 Atombomben.

Der zweitägige Gipfel war über weite Strecken vom Atomstreit mit dem Iran überlagert. US-Präsident Obama und auch die deutsche Kanzlerin Merkel werteten es dabei als Fortschritt, dass der chinesische Staatspräsident Hu Jintao in Washington Zusammenarbeit im Ringen um Iran-Sanktionen signalisierte.

"Willkommensgeschenk" der Ukraine
Eine konkrete Zusage hatte Gastgeber Obama bereits zum Auftakt des Gipfels erhalten: Die Ukraine will ihr gesamtes hochangereichertes Uran bis 2012 entsorgen. Präsident Janukowitsch sagte zu, dass ein Großteil des hochangereicherten Urans, das ausreicht, um mehrere Atomwaffen zu bauen, noch dieses Jahr außer Landes geschafft werden soll.

(apa/red)

13.4.2010 20:44
keinauto, 12. 04. '10 11:35
Obama warnt!
Ja, radioaktive Terroristen sind wirklich gefährlich!!!