Ministerien wollen kräftig abspecken: Bis
2014 sollen 3.000 Stellen abgebaut werden
- Bund erwartet Einsparungen von rund 350 Mio. Euro
- Größte Jobkürzungen im Verteidigungsministerium

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Bis 2014 werden im Bund 2.917 Planstellen in der Verwaltung eingespart. Das bringt rund 350 Mio. Euro - also einen "ordentlichen Beitrag zum notwendigen Sparkurs", erklärte Beamtenministerin Heinisch-Hosek. Reduziert wird das Bundespersonal, indem jede zweite Pensionierung nicht nachbesetzt wird. Ausgenommen sind die Polizei, die Lehrer und die Justiz.
136.461 Bundes-Bedienstete gibt es heuer, sie sollen schrittweise auf 133.544 im Jahr 2014 abgebaut werden. Insgesamt werden netto 2,1 Prozent der Posten wegfallen.
Die größte Personalkürzung in absoluten Zahlen - 984 Posten weniger bis 2014 - trifft das Verteidigungsministerium. Gemessen am Personalstand sind das aber "nur" 4,2 Prozent - und da müssen das Kanzleramt (85 Posten bzw. 7,7 Prozent), das Wissenschaftsministerium (43 Posten bzw. 5,4 Prozent), das Verkehrsressort (51 Posten, 5,3 Prozent) und das Gesundheitsministerium (21 Posten, 5,3 Prozent) mehr einsparen.
Unterrichtsministerium muss abspecken
Auch das Unterrichtsministerium wird 2014 fast 1.000 Posten - genau 978 - weniger haben als heuer. Gemessen am Personalstand sind das jedoch nur 2,2 Prozent. Denn dieses Ressort ist mit 45.126 Posten - durch die Lehrerplanstellen - das größte. Bei den Lehrern wird nur so weit eingespart, dass das Verhältnis Lehrer zu Schülern gleichbleibt. 2014 wird der Lehrerstand - bei sinkenden Schülerzahlen - das Niveau 2008 erreichen. Einsparen muss das Unterrichts-, Kunst- und Kulturressort allerdings in der Verwaltung.
Ähnlich sieht es im Innenministerium aus: Dort kommen bis 2013 1.000 Polizisten dazu, aber in der Verwaltung müssen 786 Posten eingespart werden - was sich im Personalplan für 2014 im Saldo mit 214 Posten Plus niederschlägt.
Das zweite Plus wird es letzlich bei der Justiz geben. Aber die kürzlich mit den Standesvertretern vereinbarte Aufstockung um 151 Posten für Richter, Staatsanwälte und Justizwache ist in Heinisch-Hoseks Personalplan noch nicht enthalten.
(apa/red)
