Samstag, 17. April 2010

Urlaub als Grassers Geschenk für BUWOG?
Meischberger zahlte Trip auf die Seychellen

  • profil: Reise nur acht Wochen vor dem Mega-Deal
  • SPÖ fordert die Öffnung von Grassers Bankkonten

Der frühere Immofinanz-Lobbyist Meischberger hat dem damaligen Finanzminister Grasser und dessen Freundin im April 2004 eine Urlaubsreise auf die Seychellen bezahlt. Die Reise fand nur acht Wochen vor dem umstrittenen Verkauf der Bundeswohngesellschaften an das Immofinanz-Konsortium statt. Die Rechnung wurde laut profil neben zahlreichen anderen Belegen bei Hausdurchsuchungen sichergestellt.

Beglichen wurden die Reisekosten am 6. Mai 2004 von Meischbergers Agentur ZehnVierzig. Bei einer profil vorliegenden Aussage gegenüber der Staatsanwaltschaft Wien gab Meischberger am 10. November 2009 an, sich das Geld von seinem Freund Grasser wieder "geholt" zu haben. Es könne sein, dass er in dem Urlaubsressort wegen eines besonderen Arrangements für den damaligen Finanzminister angerufen habe.

Anwalt dementiert Geschenk
Grasser-Anwalt Manfred Ainedter bestätigt die Buchung Meischbergers, betont gegenüber dem Nachrichtenmagazin aber: "Mein Mandant hat den damaligen Urlaub zur Gänze bezahlt. Meischberger hat diesen lediglich gebucht, weil er Sonderkonditionen in diesem Resort hatte."

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Kräuter fordert im Zusammenhang damit neuerlich die sofortige Öffnung der Konten Grassers. Es gelte zwar die Unschuldsvermutung, aber sollte sich dieser Sachverhalt bestätigen, stehe Grasser "unter schwerem Verdacht lupenreiner Korruption."

Bei einer Kontoöffnung würde sich zeigen, ob Grasser die 4.600 Euro für das Luxushotel an die Meischbergeragentur tatsächlich überwiesen oder einen vergleichbaren Betrag zur angeblichen Barbezahlung behoben habe. Kräuter fordert Justizministerin Bandion-Ortner auf, "endlich" der Staatsanwaltschaft eine Weisung zu erteilen, Grasser wie jeden üblichen Verdächtigen in der Republik Österreich zu behandeln.
(apa/red)

17.4.2010 14:45
Troootzi, 19. 04. '10 15:56
Verkauf der Bundeswohngesellschaften an das Immofinanz-Konsortium
Um ein "abgerundetes" Bild über den Verkauf der BUWOG zu erhalten, wäre es sinnvoll, die "Wahrnehmungsberichte" des RH zu studieren bzw den früheren Rechnungshofpräsidenten und heutigen österreichischen Beiratsvorsitzenden des Antikorruptionsnetzwerks Transparency International, Dr. Franz Fiedler und den jetzigen Rechnungshofpräsidenten Dr. Moser zu interviewen.
Fragen:

1. Warum ist im Wahrnehmungsbericht des Rechnungshofs ( Prüfung 2002, Veröffentlichung 2007 !) mit keinem Wort auf den potentiellen Unternehmenswert der BUWOG in der Zukunft eingegangen worden ?

2. Warum gibt keinen veröffentlichten Wahrnehmungsbericht über die Prüfung der BUWOG durch den Rechnungshof im Jahre 2007. Da war der Verkauf schon über der Bühne!

http://so-for-humanity.com2000.at SFH-280-439
Vasant, 18. 04. '10 18:00
Grasser und seine "schwarzen" Schutzengel ...
Der Grasser kann sich alles erlauben, weil der hat ja in
einer gewissen Partei seine "Schutzengel" sitzen und wie
man sieht ... Meinl, Buwog etc. passiert allen Beteiligten
mehr als dem Grasser ... vielleicht hilft ihm ja auch der
Schutz der Steinchen, aber das ist halt österreichische
Politik ...
mundl66, 18. 04. '10 18:25
Re: Grasser und seine
@Vassant
wie wahr wie wahr!
gerecht wär aber ein feines 2 Bettzimmer mit dem Elsner zusammen =)
Er hat sich aber von uns einen Asterixnamen verdient.
Wie wär´s mit Glitzerix Wasvunnix
wong, 19. 04. '10 15:05
Re: Grasser und seine
ich würd ihm dort hin ein oneway-ticket zahlen, dann aber die schlüssel wegwerfen!