Staatsanwalt fordert Stadlers Auslieferung:
Versuchte Nötigung von FPÖ-Chef Strache?
- Anlass: Straches Jugendfotos in der Neonazi-Szene
- BZÖ-Mandatar: "Das alles zusammen ist Blödsinn"

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Die Staatsanwaltschaft Wien hat ein Auslieferungsbegehren für den BZÖ-Abgeordneten Stadler an den Nationalrat gerichtet. Ihm werde versuchte schwere Nötigung von FPÖ-Chef Strache vorgeworfen. Stadler werde "selbstverständlich" der Auslieferung zustimmen und freut sich, die Sache vor Gericht klären zu können, erklärte er.
Konkret geht es bei dem Vorwurf laut "Presse" um Straches Jugendfotos in der Neonazi-Szene Ende der 80er-Jahre. Im Buch "Heinz Christian Strache - sein Aufstieg, seine Hintermänner, seine Feinde" der Journalistinnen Claudia Reiterer und Nina Horaczek habe Strache Stadler vorgeworfen, dass ihn dieser unter Androhung der Veröffentlichung der Fotos versucht habe, zu nötigen. Demnach sollte die Freiheitliche Akademie, die Stadler damals geleitet hatte und die in finanzielle Schwierigkeiten geraten war, 2007 für förderungswürdig erklärt werden. Der FPÖ-Obmann habe sich jedoch geweigert und wenig später tauchten die Bilder in den Medien auf.
Stadler bestritt erneut die Weitergabe: "Das alles zusammen ist ein Unsinn. Die Fotos habe nicht ich an die Medien gespielt." Strache unterstellte er "Verfolgungswahn" und auf das Gerichtsverfahren freue er sich "wie ein Pfauenkönig": "Mir ist das recht, dass ich klären kann, dass er es war, der die Bilder verpixelt und manipuliert hat." In einem Verfahren würde er sich selbst vertreten wollen und ein Gutachten anregen, um zu klären, ob "das angebliche Tatopfer ein Opfer seiner eigenen Paranoia ist".
Dem Auslieferungsantrag zustimmen würden auch die Freiheitlichen. Die SPÖ möchte sich das noch "genau ansehen" und bei den Grünen geht man davon aus, dass Stadler ausgeliefert werden muss.
(apa/red)
