Mittwoch, 14. April 2010

SPÖ-Chefs drängen auf Vermögenssteuern:
Länder gegen Ökologisierung des Systems

  • 1,7 Milliarden an Einnahmen für Budgetsanierung
  • Große Skepsis aber bei Öko-Steuerplänen der ÖVP

Die SPÖ hat sich im Parteipräsidium auf ihre Steuerpositionen für die koalitionären Budget-Gespräche festgelegt. Neuigkeiten finden sich darin nicht, die Sozialdemokraten setzen ausschließlich auf vermögensbezogene Steuern bzw. die Banken-Abgabe. Zusätzlich will man die Länder dazu bringen, die Wohnbauförderung wieder ausschließlich für ihren ursprünglichen Zweck einzusetzen.

Reserviert zeigte sich Parteichef Faymann zu den Öko-Steuer-Plänen der ÖVP. Der Kanzler verwies darauf, dass ihm eigentlich kein konkretes Konzept des Koalitionspartners vorliege. Derzeit sehe es so aus, dass lediglich eine groß angelegte Heizkosten- und Benzinverteuerung in Planung sei.

Bis zu 1,7 Milliarden Euro Einnahmen
Relativ klar ist für die SPÖ, wie sie jene 1,5 bis 1,7 Milliarden an Einnahmen hereinbringen will, die für die Budgetsanierung geplant sind. Die Bankenabgabe soll 500 Millionen bringen, die Vermögenszuwachssteuer 200 bis 500 Millionen, über eine Reform der Stiftungsbesteuerung sollen 200 bis 400 Millionen hereinkommen und die eingeschränkte Absetzbarkeit von Managergagen würde 30 Millionen in die Kassa spülen, rechnet die SPÖ. Größter Brocken wäre eine Finanztransaktionssteuer mit Einnahmen von einer halben bis zu 1,5 Milliarden.

Ganz durchsetzen wird die SPÖ ihre Pläne wohl nicht können angesichts der ganz anders gearteten Vorstellungen der ÖVP, Faymann hält es aber trotzdem für wichtig, sie offen zu präsentieren. Denn so könne der Wähler sehen, was die Wünsche der Sozialdemokraten seien. Am Ende werde er als Regierungschef einer Koalition aber einen Kompromiss herbeizuführen haben, konzedierte der Kanzler.

Kritik: Ökologisch blind
Die SPÖ-Steuerpläne sorgten indes bei den anderen politischen Parteien für wenig Freude. ÖVP-Wirtschaftsbundobmann und Kammerpräsident Leitl sprach von einem "massiven und schwer wieder gut zu machenden Schaden für den Standort Österreich". FPÖ und BZÖ orten ein Wetteifern der Regierungskoalition um neue Steuern. Der Grüne Budgetsprecher Werner Kogler bezeichnete die SPÖ als ökologisch blind und die ÖVP als sozial taub.

(apa/red)

14.4.2010 16:05
Vasant, 15. 04. '10 17:58
Eine Politikersteuer wäre nun dringend angebracht!
Fangen wir doch dort an, wo das alles verursacht wird,
nämlich bei den Politikern! Schön, dass die sich ständig
überlegen wie das Volk deren Finanzverbrennung nun
ausgleichen "muss", aber wer Fehler macht, der soll
auch dafür gerade stehen!

Ich bin dafür, dass jeder Politiker 15-20% von seinem
Jahresgehalt in eine Art "Steuerbeitragszahlung" für
Österreich einzahlen muss bis diese "Personen" auch
nachhaltig Leistung und Erfolge bringen!

Wenn schon Steuern, dann aber bitte für ALLE in
angepassten Verhältnis zu Leistung und Verdienst!

PUNKT!
Vasant, 15. 04. '10 17:59
Re: Eine Politikersteuer wäre nun dringend angebracht!
Wenn schon Steuern, dann aber bitte für ALLE im
angepassten Verhältnis zu Leistung und Verdienst!

Jetzt stimmts;)
founder, 14. 04. '10 17:33
Gusenbauer war 2008 für Steuern auf Energie
Am 15 Jänner 2008 lobte ich Gusenbauer für
"Gusenbauer für stärkere Senkung von Lohnsteuer und Sozialversicherung. Zur Gegenfinanzierung Erhöhung der Steuern auf Energie und Vermögen."

Und jetzt nur 2 Jahre später hetzt Faymann gegen so eine Steuerreform aus populistischen Gründen.

Populistische Politik muß vom Wähler einfach abgestraft werden.
sidestep, 14. 04. '10 18:35
Re: Gusenbauer war 2008 für Steuern auf Energie
Die Hilflosigkeit dieser Theatergruppe die sich Regierung nennt ist einfach schlimm. Da weiß ja die eine Hand nicht was die andere tut. Schlimm, schlimmer
Regierungstheatergruppe
Vasant, 15. 04. '10 17:55
Re: Gusenbauer war 2008 für Steuern auf Energie
Da gebe ich euch recht! Einerseits verbrennen diese
Parteien enorm viel Geld für nachhaltig sinnlose Dinge
und deren Gehälter im Vergleich zu der Leistung nennt
man eindeutig "überbezahlt".

Die Menschen die täglich hart arbeiten und besser im
Haushalt wirtschaften als diese Politiker mit Unsummen,
werden dann durch weitere Steuern eigentlich für die
Unfähigkeit der Politiker bestraft, weil diese einfach
nicht wirtschaften können.

Es muss sich da dringend etwas ändern, weil warum
sollen wir alle für Fehler zahlen, die eindeutig diese
Parteien und Politiker verursachen bzw. verursacht
haben?

Ich bin dafür, dass jeder Politiker 15-20% von seinem
Jahresgehalt in eine Art "Steuerbeitragszahlung" für
Österreich einzahlen muss bis diese "Personen" auch
nachhaltig Leistung und Erfolge bringen!