Öffis lassen Wiener Autos im Regen stehen:
Bim & Bus klar beliebter als Privatfahrzeuge
- Jeder dritte Weg in Wien mit den Öffis zurückgelegt
- Nur in Zürich sind öffentliche Verkehrsmittel beliebter

·Studie: Platz 3 für Bus und Bim in Wien
Öffis nur in München und Helsinki noch besser
Die Wiener Öffis haben 2009 den ersten Platz in der Verkehrsmittelwahl verteidigt: Laut aktuellen Untersuchungen des Instituts Socialdata zum "Modal Split" wurden auch im Jahr 2009 35 Prozent aller Wege in Wien mit U-Bahn, Bus und Bim zurückgelegt. Damit verwiesen sie den Autoverkehr (32 Prozent) auf den zweiten Platz. Auch der internationale Vergleich ist erfreulich: Nur in Zürich verwenden noch mehr Menschen die öffentlichen Verkehrsmittel, nämlich 37 Prozent.
Selbst Berlin liegt deutlich hinter der Donaumetropole: Lediglich 27 Prozent der Wege werden in der deutschen Hauptstadt mit dem öffentlichen Verkehr unternommen. In den österreichischen Landeshauptstädten hingegen sind deutlich weniger Menschen mit Bus und Bim unterwegs: In Linz wird weniger als ein Viertel der Wege öffentlich zurückgelegt, in Graz nur jeder fünfte, hieß es am Sonntag in einer Aussendung.
"Die aktuellen Ergebnisse des Modal Split sind eine tolle Bestätigung für unsere Unternehmensstrategie, aber auch für die engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wiener Linien", so Geschäftsführer Michael Lichtenegger. Ausruhen will man sich auf dem Erfolg nicht: "Wir wollen noch besser werden. Deshalb investieren wir allein 2010 über 470 Millionen Euro in den U-Bahn-Neubau, aber auch in neue Straßenbahnen, U-Bahnen und Busse, die mehr Komfort für die Fahrgäste bringen", sagte Lichtenegger.
Am 2. Oktober 2010 eröffnet zudem die U2-Verlängerung zur Aspernstraße, die die Anbindung der Donaustadt an den öffentlichen Verkehr deutlich verbessern soll.
(apa/red)
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