"Kirche verheimlicht ihre Sünden nicht":
Kardinal Bertone dementiert Schweigepolitik
- "Priester höchstens 1,2 Prozent aller Pädophilen"
- Vatikanischer Regierungschef weist Attacken zurück

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Wollte pädophilen Priester
nicht sofort absetzen
·"Kirche verheimlicht ihre Sünden nicht"
Kardinal Tarcisio Bertone bestreitet Schweigepolitik
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Kardinal Bertone ließ Missbrauchsfall begraben
"Die Kirche verheimlicht ihre Sünden nicht." Das betonte der vatikanische Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone zum Abschluss seines Besuchs in Punta Arenas in Südchile. Pädophilie sei "eine Herausforderung für die Staaten, aber auch für alle Menschen", erklärte Bertone.
"Keine Institution hat so viel wie die Kirche unternommen, um die Wahrheit ans Licht zu bringen", betonte der Kardinal. Pädophilie sei in anderen Gruppen viel verbreiteter als in der Kirche. "Die Priester sind vielleicht 1,2 Prozent der Gesamtzahl" an Pädophilen, meinte Bertone nach Angaben italienischer Medien.
"Papst handelt, Staaten nicht"
Der vatikanische Regierungschef wies nach seinem Empfinden übertriebene Attacken gegen die Kirche und gegen die Priester zurück. "Der Papst handelt, die Staaten nicht. Welcher Staat hat sich ernsthaft mit dem Problem des Kindesmissbrauchs auseinandergesetzt, einem extrem wichtigen sozialen Phänomen?", fragte Bertone.
Der Kardinal erklärte, dass Papst Benedikt XVI. im Jahr 2012 Lateinamerika besuchen könnte. "Der Papst ist ein dynamischer Mann. Wenn Gott ihm weiterhin gute Gesundheit gewährt, könnte er eine Reise nach Lateinamerika unternehmen", sagte Bertone. Chiles neuer Präsident Sebastian Pinera hat den Papst zu einem Besuch eingeladen.
(apa/red)
