Mittwoch, 7. April 2010

Zurück zum Krautacker

  • Tino Teller über das Ende des Kunstrasens

Nun wird also auch in der Red-Bull-Arena in Wals-Siezenheim ein Naturrasen verlegt. Und als erster Gratulant stellt sich der ÖFB mit der Vergabe des Auftaktspiels in der EM-Qualifikation zwischen Österreich und Kasachstan nach Salzburg ein. Und kaum noch einer erinnert sich, warum dort seinerzeit überhaupt ein sogenannter „Kunstrasen“ verlegt wurde. Es war nämlich die UEFA, die das Unternehmen finanziell gefördert hat. Weil man beim europäischen Fußball-Dachverband eben der Meinung war, in bestimmten Klimazonen dieses Kontinents würde eine wetterunabhängige „Unterlage“ dem Spiel nur guttun. Eine Überlegung, die bis heute aktuell ist. Bestes Beispiel: der „Krautacker“ in der Gelsenkirchener Arena beim Schlager Schalke gegen Bayern am vergangenen Samstag. Trotz „Rollrasen“ – die komplette Spielfläche wird nach jedem Match aus dem Stadion gefahren und unter freiem Himmel gepflegt – gelingt es „Auf Schalke“ seit Wochen nicht mehr, halbwegs passable Platzverhältnisse herzustellen. Auch wenn jetzt bei den Salzburg-Gegnern viel die Rede davon ist, dass mit dem Naturrasen auch die „Chancengleichheit“ in die österreichische Liga zurückkehrt: Vor allem technisch versierte Spieler werden dem „Kunstrasen“ noch nachweinen.

7.4.2010 14:10