Mittwoch, 7. April 2010

Das Drama um die Kassenambulatorien:
Einschaubericht enthüllt ein Finanzdebakel

  • NEWS: Erhebliche Rentabilitätsprobleme festgestellt
  • Einige Ärzte gehen lukrativen Nebenjobs nach

Das Nachrichtenmagazin NEWS veröffentlicht in seiner morgen erscheinenden Ausgabe einen unveröffentlichten Einschaubericht des Gesundheitsministeriums über die heimischen Kassenambulatorien.

Prüfungszeitraum waren die Jahre 2006 bis 2008. Das desaströse Ergebnis: Im Jahr 2008 weisen 14 von 28 Fachambulatorien eine negative Rentabilität 1 auf, bei der nur Sach-, Personal- und medizinischer Aufwand berücksichtigt werden.

Im Bereich der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse sind alle Fachambulatorien bereits ab der Rentabilität 1 negativ. Bei der Burgenländischen Gebietskrankenkasse sind sowohl beim Röntgen- als auch beim Physikoambulatorium die "Rentabilitätswerte nicht befriedigend". Problemfälle in Wien sind die Gesundheitszentren Mariahilf und Wien Süd.

Bei der BVA attestieren die Prüfer im Bereich Physiko "einen Überhang von Verwaltungspersonal". Bei der Eisenbahnerversicherung deckt das Physikoambulatorium in Wien-Wieden nicht einmal die Personal- und Sachkosten ab.

Im Bereich der Wiener Gebietskrankenkasse stießen sich die Prüfer zudem an lukrativen Nebenjobs mancher Ärzte. So habe ein Primar nicht gemeldet, dass er mit 99 Prozent an einer Firma beteiligt ist, mit der die Wiener Gebietskrankenkasse einen Vertrag habe.

Mehr über die dramatische Situation der Kassenambulatorien lesen Sie im NEWS14/10!

7.4.2010 13:02
brabus, 08. 04. '10 16:19
Finanzdebakel
Wollen wir hoffen, dass alle diejenigen, die zu Unrecht Geld bezogen haben und deshalb zum negativen Erfolg beigetragen haben ihre Verträge verlieren und entsprechende Strafverfolgung durchgeführt wird.