Aufgedeckt - Die geheimen Absprachen:
Wie die Hypo-Übernahme eingefädelt wurde
- NEWS: Welche Rolle Jörg Haider dabei gespielt hat
- Wie diverse Investoren in dieser Causa agierten
·Hypo verliert das Verfahren gegen NEWS
Exekutionsantrag von Richter abgewiesen
·Hart erkämpfte Kür
des neuen Hypo-Chefs
Kranebitter "erbt" einen
Verlust von 1,6 Mrd. Euro

Das Nachrichtenmagazin NEWS berichtet in seiner aktuellen Ausgabe umfassend über bisher verheimlichte Absprachen im Vorfeld der Übernahme der Hypo Alpe Adria durch die BayernLB.
Die Münchner Ermittlungsbehörden gehen mittlerweile dem Verdacht nach, dass beim Kauf der Hypo durch die BayernLB Vermögen der BayernLB veruntreut worden sei. Den bayerischen Steuerzahlern kostete das Hypo-Abenteuer der BayernLB bisher rund 3,5 Milliarden Euro.
So wird jetzt klar, dass der damalige BayernLB Chef Werner Schmidt bereits am 19. Dezember 2006 von der Firma des Investors und späteren Hypo-Chefs Tilo Berlin vertrauliche Unterlagen zum Projekt Hypo Alpe Adria bekommen hatte. Drei Tage später schrieb Berlins Firma an Walter Meischberger ein Email, in welchem dem damaligen Finanzminister Karl-Heinz Grasser der Zeichnungsschein für einen Genussschein für eine Investition bei der Hypo über Berlin übermittelt wurde.
Am 19. Jänner 2007 kam es zu einem Treffen zwischen Schmidt, Berlin und dem früheren Hypo-Chef Wolfgang Kulterer. Am 31. Jänner 2007 trafen sich in München Schmidt, Berlin, Kulterer und weitere Manager um "das Interesse der BayernLB am Erwerb der Hypo" zu erörtern. Bereits am 12. Feber 2007 wurde eine erste interne Bewertung der Hypo bei der BayernLB vorgenommen.
Am 15. Februar 2007 trafen sich Schmidt, Kulterer, Berlin und Jörg Haider. Hintergrund: Ein Mehrheitserwerb durch die Bayern war nur möglich, wenn auch das Land Anteile an der Hypo verkauft.
Am 22. Mai 2007 unterschreibt Schmidt die Verträge zum Kauf der Hypo. Erst am 27. Mai 2007 legt die Österreichische Nationalbank einen kritischen Prüfbericht vor, in dem Missstände kritisiert werden. Dass die ÖNB prüft war allen Beteiligten seit Monaten bekannt.
Am 12. Juli 2007 ist Jörg Haider als Zeuge im Kärntner Hypo-U-Ausschuss geladen. Er behauptet jetzt, erst "am 20. oder 26. März 2007" vom Interesse der Bayern an der Hypo erfahren zu haben. Insider-Vorwürfe werden im U-Ausschuss auch von Tilo Berlin zurückgewiesen.
Am 23. April 2008 wird Werner Schmidt, der die BayernLB zwischenzeitig verlassen musste, Berater bei der Hypo. Den Beratervertrag unterschreibt unter anderem Tilo Berlin.
Mehr dazu finden Sie im NEWS 14/10
