Samstag, 10. April 2010

Spindelegger steht zu Griechenland-Hilfe: Verhandlungen gehen in die letzte Runde

  • Österreichs Außenminister: "Ich begrüße das sehr"
  • Sicherung der gemeinsamen Währung sehr wichtig

Außenminister Michael Spindelegger hat die kolportierte EU-Einigung auf eine Nothilfe für das schuldengeplagte Euro-Mitgliedsland Griechenland begrüßt. Es würden die letzten Verhandlungen dazu beginnen, formell abgesegnet seien die Kredithilfen noch nicht, aber "es ist im Laufen", sagte Spindelegger in der Ö1-Sendung "Im Journal zu Gast". Die Hilfe sei jedenfalls nötig, um die gemeinsame Währung zu sichern. "Ich begrüße das sehr", so der Außenminister.

Laut griechischen Medien geht es um 20 bis 25 Milliarden Euro kombinierte Gelder der EU-Staaten und des Internationalen Währungsfonds (IWF) mit längerer Laufzeit - zu einem Zinssatz von 5,1 Prozent, wesentlich niedriger als Athen bisher aufbringen musste, um Kredite an den Finanzmärkten zu erhalten. Spindelegger bezeichnete diesen Mix als richtig.

Dass Deutschland Griechenland gegenüber einen harten Kurs eingeschlagen hat, wollte der Außenminister nicht als "Renationalisierung" der EU sehen. Es gehe letztlich darum, dass jedes Land auch seine nationalen Interessen vertrete und die Politiker vor ihre Wähler treten und sagen können, das Beste für das eigene Land herausgeholt zu haben. Es zähle am Ende der gemeinsame Kompromiss. Für Österreich sei ein stabiler Euro jedenfalls das Beste. Man hätte nämlich nichts davon, die Griechenland-Nothilfe nicht mitzutragen und dafür mit einem schwachen Euro kämpfen zu müssen.

(apa/red)

10.4.2010 14:10
brabus, 12. 04. '10 10:50
Spindelegger
Mit dem Geld anderer Leute kann man leicht spendabel sein. Wie wäre es, wenn Aussenminister dem österreichischen Steuerzahler offenlegt, wieviel von seinem Einkommen er in Form von Spenden wieder abgegeben hat ? Was anderes sind diese Hilfsgelder nämlich nicht, da Griechenland weder das Kapital noch die Zinsen uns jemals zurückzahlen wird. Oder steht irgendwo geschrieben, dass die rund 800 Millionen + 5,1% wieder nach Österreich zurückfliessen ?
lahti, 11. 04. '10 10:59
nur zu herr minister
sehr geehrter herr minister !

in diesem land gibt es noch menschen die hart dafür arbeiten sich diese mißregierung leisten zu können. wir haben nichts zu verschenken. sollten sie und andere regierungs- und parlamentsmitglieder der meinung sein den griechen unter die arme greifen zu müssen, so schlage ich vor, daß sie einfach ihr gehalt - mindestsicherung verbleibend - den griechen überweisen. ob sie auch dann noch so spendabel sind.
es gibt eine noch einfachere lösung des problems: endlcih raus aus der schnapsidee EURO !!
sidestep, 10. 04. '10 18:22
Dem schwarzen Dummkopf in Erinnerung gerufen
Sehr geherter Herr Außenminister. Ich möchte Ihnen nur in Erinnerung rufen, dass diese Nothilfe, die Sie so sehr begrüßen, von Österreich einen Aufwand von 400 Millionen Euro erfordert. Macht aber nichts - wir habens ja - vor allem Schulden. Ich darf Ihnen deshalb den derzeitigen Schuldenstand der Republik in Erinnerung rufen:

Die Verschuldung der "reichen Insel Österreich" beträgt mit 10.04.2010, 09.08 Uhr EUR 186.425.352.126, das entspricht einer pro Kopfverschuldung vom Baby bis zum Greis 24.925 und einer pro Kopfverschuldung der Erwerbstätigen von
45.257 und kostet dem Staat im Jahr 7.577.895.968 an Zinsen das heißt für jeden Bürger jährlich 1.013 Eurto Zinsen. Damit mich nicht wieder jemand fragt wo ich die Daten her habe. Nachzulesen auf Seite der OENBK Noch Fragen Herr Minister?
smonti, 11. 04. '10 10:23
Re: Dem schwarzen Dummkopf in Erinnerung gerufen
...er muss es eh nicht zahlen.Dafür sind wir Steuerzahler zuständig!!!!!