Um unsere Stubentieger glücklich zu machen müssen wir ihre Bedürfnisse kennen.
- Streicheln und füttern reichen da nicht aus
- Expertin Denis Seidl erklärt worauf es ankommt

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Lösungen bei Problemen mit unsauberen Katzen
Leider passiert es immer wieder, dass Katzenhalter die Ansprüche ihrer Samtpfoten sträflich unterschätzen. Denn: Nur füttern, streicheln und das Katzenklo reinigen reicht bei weitem nicht aus, um die hochintelligenten Tiere zufrieden zu stellen. Die Folge: unzufriedene und damit leider auch oft unartige Katzen, genervte Besitzer, Unfrieden. Nur wenn auf die Bedürfnisse der Tiere eingegangen wird, ist ein harmonisches Zusammenleben möglich. Für die NEWS Tierwelt erklärt Tierpsychologin und Katzenexpertin Denise Seidl (www.tierpsychologie.at), was die wichtigsten Voraussetzungen im Zusammenleben mit Katzen sind.
Verhaltensweisen respektieren
Katzen brauchen die Möglichkeit, nach ihren natürlichen Verhaltensweisen zu leben. Dazu zählen sich verstecken, erkunden, jagen, beobachten, spielen und markieren Letztere bezieht sich aber nicht auf das Markieren mit (das machen meist nur Kater), sondern vielmehr durch Krallen wetzen oder mittels der Duftdrüsen am Kopf und bei der Schweifwurzel, wie es etwa zur Begrüßung geschieht. Wer seiner Katze solch ein Verhalten nicht ermöglicht, darf sich nicht wundern, wenn es zu Problemen kommt umso mehr, wenn die Tiere ausschließlich in einer Wohnung gehalten werden.
Richtige Wohnungsgestaltung
Katzen leben in der dritten Dimension, erklärt Expertin Seidl. Deshalb ist es sehr wichtig, diesen Umstand bei der Gestaltung einer katzen-freundlichen Umgebung zu berücksichtigen. Heißt: Die Tiere sollten auf Schränke, Kommoden, gesicherte Fensterbretter und einen Kratzbaum klettern können. Dies erweitert das Revier der Katze und ermöglicht es ihnen außerdem, Aussichts- und Ruheplätze zu finden, an die sich die Tiere zurückziehen können.
Beit gestreute Infrastruktur
Auf diese Weise können die Tiere ihren Erkundungstrieb befriedigen, so die Tierpsychologin. Futter- Wasser-, Schlafplätze sowie das Katzenklo sollten jeweils an einem ungestörten Platz, jedoch keinesfalls in unmittelbarer Nähe zueinander aufgestellt werden. Der Kratzbaum sollte möglichst nahe bei einem Fenster und nicht in einer Ecke stehen. Empfehlenswert sind Kratzbäume mit Sisalstämmen. Das Katzenklo sollte dem Tier ausreichend Platz bieten Vorsicht daher bei überdachten Kistchen. Die Regel besagt für eine Katze zwei Klos (eines für jedes Geschäft), für jede weitere ein zusätzliches Kistchen.
Beschäftigung und Spiel
Dies ist ganz besonders wichtig für Wohnungskatzen, betont Frau Seidl. Dabei sollten die Tiere durch geeignetes Spielzeug über akustische und visuelle Reize animiert werden. Abzuraten ist von Laserpointern das Spiel ist für Katzen auf Dauer nicht nur frustrierend, da sie die Beute niemals zu fassen bekommen, der Lichtstrahl kann auch für ihre Augen schädlich sein!
Artgenossen
Gerade Wohnungskatzen sollten ihr Leben nicht in Einzelhaft verbringen müssen. Daher sollten die Tiere möglichst zu zweit gehalten werden allerdings immer unter der Voraussetzung, dass diese sozial verträglich sind. Einem Einzelgänger eine zweite Katze vorzusetzen könnte verhängnisvolle Folgen haben. Es empfiehlt sich daher, noch vor der Anschaffung einer Zweitkatze den Rat eines Experten einzuholen.
Pflege und Ernährung
Regelmäßige Besuche beim Tierarzt (Impfungen und Entwurmung) sind selbst bei Wohnungskatzen unbedingt zu empfehlen. Auch auf die entsprechende Ernährung ist zu achten. Diese sollte auf Alter und Bedürfnisse abgestimmt sein. Nicht vergessen: regelmäßiges Bürsten!
Ein sicheres Zuhause
Ähnlich wie bei Kindern sollte man auch bei Katzen darauf achten, dass gefährliche Utensilien wie Chemikalien, Medikamente, Plastiktüten und kleine, verschluckbare Gegenstände wie Nadeln etc. außer ihrer Reichweite bleiben. Balkone und Fenster müssen entsprechend gesichert werden (Fenster niemals kippen!). Und offene Türen sollten immer mit Stoppern versehen werden eine zuschlagende Türe kann für eine Katze zur Todesfalle werden! Fazit: Jede Katze ist anders. Wichtig ist, mit Logik und Feingefühl an die Bedürfnisse der Tiere heranzugehen, um ihnen ein schönes Leben zu ermöglichen!
Mailanfragen an Tierweltexpertin Isabel Finsterwalder unter tierwelt@news.at
Isabel Finsterwalder
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