Real gegen Barcelona: "El Clasico" zieht
nicht nur Fans in Spanien in seinen Bann
- Kampf in Madrid um die Tabellenführung und mehr
- Augen richten sich auf Superstars Ronaldo und Messi
In Spanien steht das Spiel der Spiele auf dem Programm. In der Primera Division kommt es heute im Santiago Bernabeu zum "El Clasico" zwischen Real Madrid und FC Barcelona, der weit über die Grenzen hinaus Fußball-Fans in seinen Bann zieht. Diesmal geht es nicht nur ums Prestige, sondern auch um die Führung in der Tabelle und darum, wer dem Titel näher kommt.
Derzeit führt das daheim noch mit weißer Weste ausgestattete "Weiße Ballett" bei Punktegleichheit nur aufgrund der um einen Treffer besseren Tordifferenz vor dem Titelverteidiger, der auswärts seine einzige Liga-Saisonniederlage kassiert hat. Ein etwaiger Sieger würde also mit einem vielleicht schon vorentscheidenden Vorteil in die letzten sieben Runden gehen. Gibt es auch am Ende nach Punkten ein totes Rennen, würden die direkten Vergleiche zählen. Barca hat im November das erste Treffen im Camp Nou 1:0 gewonnen.
"Wir brennen, das Adrenalin steigt"
Da wie dort wird der mit Spannung erwartete Schlager verbal heruntergespielt. "Ein voller Erfolg über Barca wäre ein Sieg für die Moral, aber sicher keine Garantie für den Titel", meinte Real-Kapitän Iker Casillas, während sein Kapitänskollege von Barca, Carles Puyol, etwas "schärfer" formulierte: "Es geht um den Titel, auch wenn dann noch viele Spiele kommen. Doch wir brennen, das Adrenalin steigt."
In der vorigen Saison haben die Katalanen den Erzrivalen mit einem 6:2-Auswärtstriumph gedemütigt. Diesmal droht den Hausherren vom in bestechender Form argierenden Lionel Messi, der zuletzt Arsenal in der "Königsklasse" mit vier Toren im Alleingang eliminierte, besonders große Gefahr. Real - Barca ist auch das Duell zwischen Cristiano Ronaldo und dem Argentinier.
Vor dem "Fußballer des Jahres" hat der Portugiese keine Angst. "Ich bin größer und breiter als Messi", scherzte der teuerste Kicker der Welt, um im nächsten Moment ernst zu werden. "Alle reden über Messi und mich, aber es spielen nicht nur wir zwei, es ist kein Duell zwischen uns, außerdem sind wir auch unterschiedliche Spieler", sagte der Real-Star vor der Partie.
Messis Mitspieler hätten einen großen Anteil, dass der Superstar so aufspielen könne und Barca solchen Erfolg habe. "Natürlich spielt er eine große Saison, er ist der Beste und wird es bleiben. Ich habe in meinem ersten Jahr in Spanien einen guten Job gemacht und bin mir sicher, dass ich auch einmal der Beste sein werde", meinte Ronaldo, der mit 18 Treffern in der Primera Division momentan acht weniger als sein "Gegner" aufweist.
Arbeloa soll Messi stoppen
Der Real-Dribbler erwartet ein großes Spiel und wünscht sich natürlich drei Zähler. "Aber ich würde am Samstag auch gerne verlieren, wenn wir dafür am Ende den Titel gewinnen", so Cristiano Ronaldo. Nur zwei Tore Rückstand in der Schützenliste weist Messis Landsmann Gonzalo Higuain auf. Trotzdem beschäftigt die Medien mehr die Frage, wie Messi zu stoppen ist. "Messi ist einer, der uns schreckt", schrieb die Madrider Zeitung "As".
Das Blatt hält Alvaro Arbeloa als Messi-Bewacher für befähigt. "Er hat Messi schon viermal erfolgreich bekämpft. Er verfügt über einen schnellen Antritt und kann hohes Tempo gehen", schrieb der Kommentator. Real-Verteigier Sergio Ramos glaubt zu wissen, was gegen den 1,69-m-Mann zu tun ist. "Wir müssen jede Sekunde auf der Hut sein, denn er ist ein Spieler, der den Unterschied ausmachen kann. Unsere Waffen werden Aufmerksamkeit und maximaler Respekt sein."
(apa/red)

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