Tragisches Schicksal: 13-jähriges Mädchen
im Jemen nach Zwangsheirat gestorben
- Rechtsmediziner: Kind erlag offenbar Vaginalblutung
- Gesetzentwurf über Mindestalter wird debattiert

Im Jemen ist nach Angaben einer Menschenrechtsorganisation ein 13-jähriges Mädchen wenige Tage nach ihrer Zwangsheirat an einer Vaginalblutung gestorben. Die Nichtregierungsorganisation El Schakaek teilte in der Hauptstadt Sanaa mit, das Mädchen Elham Mahdi el Assi aus der Provinz Hadscha sei am 2. April verstorben. Das Gutachten eines Rechtsmediziners habe ergeben, dass das Kind nach einer Verletzung der Scheide verblutet sei.
In dem arabischen Land wird derzeit ein Gesetzentwurf debattiert, der ein Mindestalter von 17 Jahren für die Verheiratung junger Mädchen vorsieht. Frauenrechtlerinnen unterstützen den Entwurf, Konservative und Islamisten lehnen ihn ab.
Kind mit 30-Jährigem verheiratet
Das Kind war nach Angaben von El Schakaek am 29. März in einer sogenannten Tauschheirat einem rund 30-jährigen Mann angetraut worden. Im Gegenzug wurde dessen Schwester mit einem Mann aus der Familie des Mädchens verheiratet. Sie sei ein "Opfer derjenigen, die im Jemen mit dem Leben von Kindern spielen", kritisierte El Schakaek.
Die Verheiratung kleiner Mädchen ist in dem bitterarmen Land mit starken Stammesstrukturen weit verbreitet. Im September starb eine Zwölfjährige bei der Geburt ihres Babys.
(apa/red)
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