Montag, 5. Juli 2010

Wilde Gerüchte um Präsidenten-Ehe: Sarkozy schaltete den Geheimdienst ein

  • Ermittlungen Ende März an Justiz übergegangen
  • Carla Bruni: Sind nur "bedeutungslose Gerüchte"

Der französische Geheimdienst war zeitweise mit Ermittlungen zur Herkunft von Gerüchten um die Ehe von Präsident Nicolas Sarkozy beauftragt. Seine Dienststelle, der Inlandsgeheimdienst DCRI, sei von Polizeichef Frederic Pechenard Anfang März beauftragt worden, die Herkunft der Informationen zu klären, die über einen Blog-Eintrag ins Internet gelangt waren, sagte DCRI-Chef Bernard Squarcini der Nachrichtenagentur AFP.

Allerdings sei die Zuständigkeit Ende März an die Justiz übergegangen, weil die Herausgeber des "Journal du Dimanche", auf dessen Homepage die Informationen gelangt waren, Anzeige erstattet hätten. Die Gerüchte bezogen sich auf angebliche außereheliche Affären Sarkozys und auch seiner Frau Carla.

Carla Bruni: "Bedeutungslose Gerüchte"
"Wir haben uns bis zur Einleitung der juristischen Ermittlungen damit befasst", sagte Squarcini. Die Gerüchte über eine Gefährdung der Ehe des Präsidenten waren rasch in die Schlagzeilen der ausländischen Presse gelangt. In Frankreich wurden sie in den meisten Medien nicht aufgegriffen. Präsidentengattin Carla Bruni-Sarkozy äußerte sich erstmals öffentlich. Sie sprach von "bedeutungslosen Gerüchten, die nichts zählen". Sie habe mit ihrem Mann beschlossen, den Gerüchten "keine Bedeutung" beizumessen. Zugleich versicherte Bruni-Sarkozy, es sei "unvorstellbar", dass es in dieser Sache eine "polizeiliche Untersuchung" gebe.

Sarkozys Kommunikationsberater Pierre Charon hatte vor einigen Tagen angedeutet, dass hinter den Gerüchten auch "ein organisiertes Komplott" stecken könne. Der Anwalt des Präsidenten, Thierry Herzog, sagte, es sei sicherlich kein Zufall, dass Sarkozy und seiner Frau ein "ausschweifendes Privatleben" angedichtet worden sei. Ein Minister hatte zuvor den Verdacht geäußert, die Gerüchte könnten gestreut worden sein, um Sarkozy vor Frankreichs G-20-Präsidentschaft im kommenden Jahr "zu destabilisieren".

(apa/red)

5.7.2010 13:59
Vasant, 08. 04. '10 15:34
Sowas geht auch nur bei Politikern!
Da werden Geheimdienste um teures Steuergeld nun
schon beauftragt um die Eheprobleme und Gerüchte
von Sarkozy mit seinem Pornomodel zu klären?

Politiker und Steuergelder passen einfach nicht zusammen!
Und solche Leute haben meiner Meinung nach NICHTS in
der Politik zu suchen!