Österreich wieder ein Stückchen sicherer:
Zahl der Einbrüche zuletzt deutlich gesunken
- Aufklärungsrate wurde seit Jahresbeginn verbessert
- Massiver Rückgang bei Diebstählen von Fahrzeugen
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Österreich scheint als El Dorado für Einbrecher und Diebe ausgedient zu haben. Diesen Schluss legt die Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts (BK) für das erste Quartal 2010 nahe. Die Zahl der Anzeigen ging im Jahresvergleich um 7,5 Prozent von mehr als 142.500 (2009) auf rund 131.900 zurück. Gleichzeitig nahm aber auch die Zahl der aufgeklärten Fälle um 4,2 Prozent auf 51.317 Delikte ab.
Verantwortlich für das Minus an Straftaten sind laut Herbert Anderl, Generaldirektor für öffentliche Sicherheit, dennoch die Maßnahmen der Polizei: "Es zeigt sich, das Österreich für die Täter immer unattraktiver wird."
Der Masterplan gegen Einbruchskriminalität mit Maßnahmen wie der Soko Ost, der Soko Kfz und Schwerpunktaktionen habe Erkenntnisse über kriminelle Strukturen gebracht und massiven Kontrolldruck auf die Täter ausgeübt. "Wir erkennen Ausweichverhalten um Österreich herum", so Anderl über die abschreckende Wirkung der verstärkten Polizeipräsenz.
Bei rund 200 Schwerpunktationen hätten 11.700 Streifen 354 mutmaßliche Täter, 133 davon auf frischer Tat, ertappt. An Zahlen alleine sei die Wirkung der großangelegten Aktionen - die letzte brachte 100.000 Euro Kosten für Überstunden - aber nicht messbar.
Rückgang bei Einbrüchen
So soll dank des Masterplans mancher Kfz-Dieb aus Österreich vertrieben worden sein: Bei Diebstählen von Fahrzeugen zeigt die Statistik den massivsten Rückgang auf 939 Delikte. Im ersten und letzen Quartal 2009 gab es mehr als doppelt so viele Diebstähle: 2.012 bzw. 2.267.
Ein Rückgang um fast ein Drittel auf 4.497 Anzeigen ist auch bei Einbrüchen in Wohnungen und Häuser zu verzeichnen. Hier lagen die Vergleichszahlen der beiden Quartale im Vorjahr bei 6.194 bzw. 5.008. Ähnlich sieht es bei Kfz-Einbrüchen aus. Hier gab es bis Ende März 4.396 Straftaten, die 6.294 und 5.379 im ersten und letzten Quartal 2009 gegenüberstehen.
Tendenziell auf dem Vormarsch sind hingegen Gewaltverbrechen: Im ersten Quartal 2010 hatte es die Polizei mit 48 vorsätzlichen Tötungsdelikten zu tun. Das sind mehr als in den jeweiligen vier Quartalen des Vorjahres (34, 41, 33 und 36 Anzeigen).
(apa/red)
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