Sie rauchen, trinken und viele sind zu dick: Schlechtes Zeugnis für unsere Jugendlichen
- Österreich im internationalen Vergleich im Mittelfeld
- ÖÄK-Präsident Dorner: "Müssen in Schule ansetzen"

·Österreichs Jugend
hat ein Trinkproblem
Alkoholvergiftungen beim
Nachwuchs nehmen zu
·Längere Impfnadeln für dicke Jugendliche
Ärzte: Wirkung wird dadurch verbessert
Rauchen, Alkohol und Übergewicht - unsere Teenager schneiden in Sachen Gesundheit schlecht ab. Österreich liegt laut durchschnittlichen Gesundheitszahlen im Mittelfeld, wie Ärztekammerpräsident Walter Dorner anlässlich des Weltgesundheitstages betonte. Kein Grund zum Jubeln, denn Österreichs Jugend gibt Anlass zur Sorge. Beim Rauchen und Trinken hat sie im Vergleich zu anderen Ländern die Nase leider vorne.
Laut der jüngsten OECD-Statistik liegen unsere unter 15-Jährigen bei den Rauchern an der Spitze. Fast die Hälfte hat spätestens mit 13 Jahren zum ersten Mal zum Glimmstengel gegriffen. Auch in Bezug auf den Alkoholkonsum schneiden wir schlecht ab: Da stehen unsere Jugendlichen an vierter Stelle, hinter Dänemark, Großbritannien und Finnland. Auch Übergewicht ist in Österreich Thema. Zwölf Prozent aller Elf- bis 15-Jährigen sind zu dick.
Sport und Bewegung
Sport und Bewegung sind wichtige Maßnahmen, um diesem schlechten Gesundheitszeugnis entgegenwirken, erläuterte Dorner. "Die schweigende Masse, die vor dem Fernseher sitzt, müssen wir dazu bringen Bewegung zu machen. Dazu müssen wir in der Schule ansetzen. Wenn unsere Jugend nichts tut, wird sich das dramatisch auswirken. Deshalb ist es wichtig, die Jugend für den Sport zu begeistern." Vor allem in Hinblick auf die Zukunft sei es wichtig, die Jungendlichen zu mehr Bewegung zu animieren. Denn ändert sich nichts, könnte es für sie eine finanzielle Katastrophe werden die Gesundheitskosten zu tragen, prophezeite der Ärztekammerpräsident.
Eine umfassende Gesundheitsprävention führt zu einer Verbesserung des Gesundheitssystems, so Dorner. "Wenn wir im großen Stil präventive Maßnahmen setzen, nehmen mit Zunahme der Lebenserwartung und des guten Gesundheitszustandes im höheren Alter auch die Kosten ab."
(pc)
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